Mindestens vier Tote bei Anschlag

26. Juni 2006, 14:33
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Stammesführer fordern höhere Anteile an Gewinn aus Bodenschätzen

Quetta - Bei einer Bombenexplosion in der südwestpakistanischen Provinz Belutschistan sind am Montag mindestens vier Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden. Der Sprengsatz sei in einem Hotel in der Provinzhauptstadt Quetta versteckt gewesen, sagte Polizeioffizier Qazi Abdul Wahid. Die Wucht der Explosion habe mehrere Geschäfte in der Umgebung beschädigt. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Elf weitere Personen seien bei der Detonation in Quetta verletzt worden. Ein hochrangiger Polizist sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Opferzahl könne möglicherweise noch steigen. Über die Hintergründe der Explosion machte er keine Angaben. Unter den Todesopfern sei ein zehnjähriger Bub, hieß es.

Quetta ist die Hauptstadt der Provinz Belutschistan, die in jüngster Zeit zunehmend von Gewalt erschüttert wird. Militante greifen immer wieder Sicherheitskräfte an oder verüben Anschläge auf Pipelines. Lokale Stammesführer fordern einen größeren Anteil am Gewinn aus dem Abbau von Bodenschätzen. Sie werfen der Regierung vor, die Ressourcen der Provinz auszubeuten, die lokale Bevölkerung aber nicht am Gewinn teilhaben zu lassen. (APA/dpa/Reuters/AP)

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