Microsoft weist Datenspionagevorwürfe zurück

28. Juni 2006, 12:42
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Windows-Echtheitsprüfung soll künftig nicht mehr täglich Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen - Gangart gegen Raubkopien wird verschärft

Unlängst aufgetauchten Vorwürfen, dass Windows Genuine Advantage (WGA), die Echtheitsprüfung von Microsoft, regelmäßig die Rechner der BenutzerInnen ausspioniere, versucht das Unternehmen nun zu entkräften: So stimme es zwar, dass das Tool auch bei einem korrekten Lizenz-Schlüssel täglich Kontakt mit den eigenen Servern aufnimmt, dabei handle es sich allerdings um ein "Versehen".

Reduktion

Das Problem liege daran, dass man die KundInnen nicht ausreichend über die Funktionalität der neuen "WGA-Notification" informiert habe. Diese befinde sich derzeit noch in einer Testphase, in Zukunft soll die Frequenz der Kontaktaufnahme mit dem Microsoft-Server auf alle zwei Wochen heruntergeschraubt werden.

Daten

Auch würden von der WGA-Notification keinerlei sensible Daten über die einzelnen Rechner übertragen, lediglich die Einstellungen der Software selbst und die Information wie oft die Prüfung bisher durchgeführt wurde, werde an den Hersteller übermittelt. Derzeit befinde sich das ganze jedenfalls noch in einer Pilotphase, nach Abschluss derer soll die Kontaktaufnahme überhaupt gänzlich ausbleiben.

"illegale Software"

Gleichzeitig hat Microsoft Österreich in einer Presseaussendung einmal mehr die Verschärfung der Gangart gegenüber der Verbreitung "illegaler Software" angekündigt. Seit kurzem ergreife man "umfangreiche Maßnahmen" zum "Schutz" davor. Dazu zählt etwa ein österreichweites "Mystery Shopping Programm" zur Marktbeobachtung oder auch gezielte Testkäufe sowie Abmahnungen und Klagen gegen "Softwarebetrüger". (red)

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