Annan bittet reiche und arme Länder um Mithilfe bei der UNO-Reform

21. Juni 2006, 16:47
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Halbjahresfrist für spürbare Fortschritte bald abgelaufen

London - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat Entwicklung- und Industriestaaten dazu aufgerufen, sich gemeinsam auf eine Reform der Vereinten Nationen zu verständigen. Es sei an der Zeit, dass sich alle an Reformen ernsthaft Interessierten zu einer "neuen Koalition" zusammenschlössen, die "zerstörerische Teilung zwischen Nord und Süd" überwänden und sich für eine funktionierende UNO einsetzten, schrieb Annan am Montag in einem Beitrag für die Zeitung "Financial Times". Neben den Bereichen Entwicklung, gemeinsame Sicherheit und Menschenrechte müsse auch die Verwaltung grundlegend umgebaut werden.

Annan erinnerte daran, dass die Mitgliedstaaten die Auszahlung des zweijährigen UNO-Budgets von Fortschritten bei den Reformen abhängig gemacht haben. Die Halbjahresfrist, nach deren Ablauf der Generalsekretär die Freigabe der restlichen Gelder neu bei der Vollversammlung beantragen müsse, nähere sich dem Ende, mahnte er. Doch hätten sich weder Entwicklungs- noch Industriestaaten bisher kompromissbereit gezeigt. Ohne ernsthafte Verhandlungen aber sei ein "vernünftiger Kompromiss" als Basis für spätere, grundlegende Änderungen nicht möglich. (APA)

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