Reaktionen: "profil"-Chef Rainer würdigt Czernin

4. Juli 2006, 21:51
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"Wir sind sehr traurig" - "Kurier"-Chefredakteur Kotanko: "Ein mutiger, wortmächtiger Mann"

Christian Rainer, Herausgeber und Chefredakteur des "profil", dem Hubertus Czernin viele Jahre, zuletzt auch als Herausgeber, verbunden gewesen war, würdigte seinen ehemaligen Kollegen am Sonntag als "eine der großen Journalistenpersönlichkeiten der Nachkriegsgeschichte. Czernin, sagte Rainer, "war ein überzeugter Österreicher, der verstanden hatte, dass sich das Land seiner Geschichte stellen muss, um sie zu überwinden. Die 'profil'-Redaktion möchte seiner Familie ihre Anteilnahme ausdrücken. Wir sind sehr traurig."

Auch Christoph Kotanko, Chefredakteur des "Kurier", gedachte des Verstorbenen: "Hubertus Czernin begann seinen journalistische Tätigkeit in den 70er Jahren beim Kurier und bei der Wochenpresse. Er war ein mutiger, wortmächtiger Mann, einer der wichtigsten Publizisten des Landes."

"Mit Hubertus Czernin verliert Österreich einen seiner profiliertesten Journalisten", so Kunst- und Medienstaatssekretär Franz Morak (ÖVP). "Durch seine vielfältigen Tätigkeiten als Herausgeber, Verlagsgründer, Kommentator und Autor hat er die Medienlandschaft Österreichs wesentlich mitgeprägt." Czernin habe "viel und viele bewegt", so ÖVP-Kultursprecherin Andrea Wolfmayr.

Für SPÖ-Klubobmann Josef Cap war Czernin "ein kritischer und einer der beharrlichsten Journalisten dieses Landes". Czernin habe "mit aufrechtem Gang hier zu Lande einiges ins Wanken gebracht, was unverrückbar schien".

"In Österreich, wo zu Recht immer heftiger um die Bedeutung eines unabhängigen und freien Journalismus gestritten wird, steht eines außer Streit: die Bedeutung von Journalisten wie Hubertus Czernin", hielt der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen fest. "Er ist viel zu früh gestorben, aber er hat viel erreicht." Für den Grünen Abgeordneten Peter Pilz ist Czernin "unersetzlich". (APA)

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