Klaus Maria nach Wolfgang Amadé

13. Juni 2006, 08:22
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Franz Beckenbauer hat nicht am Bühneneingang des Kölner Opernhauses gewartet, Lichtgestalten warten nicht...

Aber der Standard hat gewartet und hatte Erfolg - oder auch nicht. Klaus Maria Brandauer erschien, aufgeräumt nach ausverkauftem, eineinhalbstündigem Vortrag aus nicht allen von Mozarts vielen Briefen.

Einfach traumhaft sei es gewesen, raunte eine Adorantin. Nicht einmal verhaspelt habe sich Brandauer. Beglückt durch ein Autogramm des Mimen ging sie nach Hause. Brandauer fuhr. Nicht nach Hause, und ohne zum zweitwichtigsten Event im und nach dem Mozartjahr gesprochen zu haben. Das hat er, so eine Indiskretion eines Begleiters, schon im Taxi zur Oper erledigt. Dass Mozart gerne ins Stadion gegangen wäre, könnte Brandauer dem Kölscher Jung am Steuer erzählt haben. Dass es tatsächlich einen Fußballer namens Mozart gibt, einen Brasilianer, Junior Santos Batista Mozart, der in Italien gespielt hat, könnte er erzählt haben.

Sein Kraus'sches "zum Fußball fällt mir nichts ein"nach der Lesung ward ihm also nicht abgenommen. "Seid's mir bitte nicht bös."Aber wo denn, einer Rampenlichtgestalt? (lü DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 12. Juni 2006)

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