Sanochemia wächst weiter

5. Juli 2006, 08:56
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Das Wiener Unternehmen übernimmt die Mehrheit an der Innsbrucker AlcaSynn

Wien - Die im Prime Standard notierte Sanochemia Pharmazeutika AG, Wien, übernimmt 60 Prozent der AlcaSynn Pharmaceuticals GmbH in Innsbruck. Mit der Beteiligung an der 2002 von Helmut Schmidhammer und Johannes Schütz gegründeten Gesellschaft sichere sich Sanochemia den Zugriff auf eine breite Technologiebasis und Entwicklungsressourcen in den Kernkompetenzen Schmerz und Zentralnervensystem (ZNS), teilte das Unternehmen am Freitag ad-hoc mit.

AlcaSynn entwickelt in Kooperation mit führenden Pharmafirmen Arzneimittel auf Basis von synthetischen Morphinanderivaten mit ausgeprägter pharmakologischer Wirkung bei der Behandlung von Schmerzen, Entzündungen, Parkinson und Alzheimer. Das von Peter Kayatz (CEO) und Mariana Spetea (CSO) geleitete Unternehmen verfügt nach Eigenangaben aktuell über ein Patentportfolio von 13 erteilten Patenten und weiteren 26 Patentanmeldungen.

Das Leitprodukt ist das starke Schmerzmittel "AS006", das laut Angaben 100mal stärker als Morphium wirkt, ohne jedoch die starken Nebenwirkungen anderer Opiate wie Atemdepression, Schläfrigkeit oder Suchtpotenzial aufzuweisen. "AS006" befindet sich derzeit in der Präklinik, ein Beginn der klinischen Studien wird für 2008 erwartet.

Synergien

Die Beteiligung an AlcaSynn Pharmaceuticals GmbH bedeute für Sanochemia eine wesentliche strategische Erweiterung des Potenzials als "Specialty Pharma Firma" in bereits angestammten Entwicklungssegmenten. Wichtig seien für Sanochemia dabei auch die Synergiepotenziale durch die volle Integrierbarkeit der Produktion in die bestehenden Syntheseanlagen am Standort Neufeld.

Die Sanochemia Pharmazeutika AG hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von innovativen Arzneimitteln spezialisiert. Der Fokus liegt auf Therapeutika für den Wachstumsmarkt ZNS (Parkinson, Alzheimer) und Onkologie. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt zusehends durch Schmerztherapien. (APA)

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