Berliner Akademie der Künste will Fall Handke diskutieren

11. Juni 2006, 15:14
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Öffentliche Diskussionsveranstaltung vermutlich im August

Berlin - Die Berliner Akademie der Künste plant über die gescheiterte Vergabe des Düsseldorfer Heinrich-Heine-Preises an den Schriftsteller Peter Handke eine öffentliche Diskussionsveranstaltung. Das kündigte ihr Präsident Klaus Staeck am Samstag an. Zu der vermutlich im August stattfindenden Diskussion unter dem Motto "Der politische Künstler" sollen Schriftsteller und andere Teilnehmer eingeladen werden, darunter Akademiemitglieder und auch Persönlichkeiten, die der Berliner Künstlersozietät nicht angehören. Namen wurden noch nicht genannt.

Die Meinungen über den Fall gehen laut Staeck auch innerhalb der Akademie sehr weit auseinander, weil hier grundsätzliche Fragen des Verhältnisses von Künstlern zur Politik und Gesellschaft berührt würden. "Kann man den Künstler trennen vom Staatsbürger nach dem Motto "Den Künstler finden wir großartig, aber beim Staatsbürger hören wir lieber gar nicht hin, was der sagt", wie es doch schon bei Heinrich Böll oder Joseph Beuys der Fall war", sagte der Akademie-Präsident und politische Plakatkünstler der dpa. "Das ist ein spannendes Thema und berührt das Selbstverständnis der Künstler." (APA/dpa)

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