Anschlagsserie im Nordosten hält an

11. Juni 2006, 14:46
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Wieder Tote und Verletzte in Assam vor geplanten Friedensgesprächen mit Separatisten

Guwahati - Im indischen Unionsstaat Assam sind bei neuerlichen Angriffen mutmaßlicher Rebellen mindestens zwei Menschen getötet und annähernd 30 weitere verletzt worden. In Guwahati, der größten Stadt des nordöstlichen Unionsstaates, hätten Aufständische Granaten auf einen belebten Markt geworfen, teilten die Behörden am Sonntag mit. Allein bei dieser Attacke seien 20 Menschen verletzt worden. Eines der Opfer sei später im Krankenhaus verstorben. In anderen Teilen Assams warfen Rebellen Granaten auf Sicherheitskräfte, die Pipelines und Eisenbahnschienen bewachten. Dabei sei ein Zivilist ums Leben gekommen, sieben Polizisten hätten Verletzungen erlitten.

Der Nordosten Indiens wird seit Donnerstag von einer Serie von Angriffen erschüttert. An diesem Tag hatte die Regierung bekannt gegeben, dass sie am 22. Juni eine dritte Runde von Friedensgesprächen mit Vertretern der sezessionistischen Rebellengruppe ULFA (United Liberation Front) führen wolle. Nach Einschätzung der Polizei steckt die ULFA zumindest hinter dem Beschuss des Einkaufsviertels am Sonntag. Die Gruppe, die seit einem Vierteljahrhundert für die Unabhängigkeit Assams kämpft, wies dies jedoch zurück. (APA/Reuters/AFP)

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