Handball-WM-Quali: ÖHB-Rumpfteam im Hinspiel ohne Chance

19. Juni 2006, 12:38
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Osmann-Truppe gegen international erfahrene Slowenen auf verlorenem Posten

Celje/Slowenien - Die im Vorfeld befürchtete klare Niederlage für die österreichische Handball-Nationalmannschaft der Männer ist eingetreten. Das mit internationalen Klassespielern gespickte slowenische Team erwies sich am Samstag im Hinspiel zum WM-Qualifikations-Playoff als zumindest eine Nummer zu groß und besiegte die ÖHB-Auswahl vor 1.000 Zuschauern im Sportpark von Celje klar mit 36:26 (17:10).

Die auf Grund zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle stark dezimierte Mannschaft von Teamchef Rainer Osmann steht damit im Rückspiel am kommenden Freitag (20:15 Uhr/live ORF Sport Plus) in Graz vor einer so gut wie unlösbaren Aufgabe.

Die Anfangsphase war geprägt von Nervosität auf beiden Seiten, der vom Anpfiff weg hellwache ÖHB-Torhüter Nikola Marinovic hatte in den ersten Minuten gleich mehrmals Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Bezeichnend, dass es nach fünf Minuten erst 1:1 stand.

Die Slowenen agierten zunächst einfallslos, bei den Österreichern machte sich das Fehlen von Kiel-Legionär Viktor Szilagyi und Fivers-Regisseur Vitas Ziura schmerzlich bemerkbar. Angeführt von Top-Werfer Sergej Rutenka (Ciudad Real) warfen sich die Gastgeber bis zur 15. Minute eine 8:5-Führung heraus, die aufopfernd kämpfende Osmann-Truppe verkürzte aber schnell auf 9:11 (20.).

Im Finish der ersten Spielhälfte schlichen sich bei der rot-weiß-roten Equipe einige Konzentrationsfehler ein, die die abgebrühten und international erfahrenen Slowenen eiskalt ausnützten. Dem überragenden Bregenz-Schlussmann Marinovic, der allein in Hälfte eins acht klare Torchancen vereitelte, war es zu verdanken, dass der Rückstand zur Pause nur sieben Treffer (10:17) betrug. Den zweiten Durchgang begann überraschend das Linzer Goalie-Urgestein Ewald Humenberger, der für den verletzten Huemer ein Team-Comeback gab.

Den kontinuierlichen Ausbau der Führung für die Slowenen konnte aber auch der 38-jährige Routinier nicht verhindern. Beim Stande von 14:25 (42.) kehrte Marinovic wieder zwischen die Pfosten zurück. Dass sich die Slowenen so deutlich absetzten, hatten sie in erster Linie Rutenka zu verdanken, der in der zweiten Hälfte entfesselt agierte, Tor um Tor erzielte und auf insgesamt neun Treffer kam.

In der letzten Viertelstunde bemühten sich die Gäste nach Kräften und auch erfolgreich, die Niederlage nicht zu einem Debakel werden zu lassen. Mit zehn Toren Differenz fiel sie aber dennoch zu hoch aus, als dass man von einer Sensation im Rückspiel träumen dürfte. (APA)

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