US-Botschafterin McCaw lobt Sicherheit in Wien vor Bush-Besuch

19. Juni 2006, 08:42
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"Vorkehrungen sind optimal - trotzdem sind alle in Alarmbereitschaft"

Wien - Im Vorfeld des Wien-Aufenthalts von US-Präsident George W. Bush hat US-Botschafterin Susan McCaw die Sicherheitslage in der Bundeshauptstadt gelobt. "Wien ist eine sehr sichere Stadt, und die Sicherheitsvorkehrungen, sowohl von amerikanischer als auch von österreichischer Seite, für den Besuch des Präsidenten sind optimal. Trotzdem sind alle in Alarmbereitschaft", erklärte McCaw in einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" (Sonntagsausgabe).

Die Botschafterin betont, Präsident Bush wolle "sicher keine Umstände machen" oder "die Bewohner von Wien mit den umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen einschränken oder in ihrem Alltagsleben behindern". "Er freut sich wirklich sehr auf Wien", fügte McCaw hinzu. Der Präsident würde in Österreich am liebsten die Berge sehen, er sei ein "Outdoor-Fan". Leider bleibe ihm für einen Trip in den Westen keine Zeit. Für die First Lady gebe es aber ein extra Programm in Wien.

Keine individuellen Interviews

Bush werde eine Pressekonferenz geben, aber für individuelle Interviews wird er nicht zur Verfügung stehen, sagte McCaw weiter. In Hinblick auf die zahlreichen angemeldeten Demonstrationen gegen Bush sagte die Botschafterin: "In demokratischen Ländern herrscht Redefreiheit und Versammlungsfreiheit. Ich persönlich bin ein großer Fan von George W. Bush." Er mache eine nachhaltige Politik, "denn was in Zukunft einmal bleiben wird, ist Stabilisierung, Demokratie und Freiheit im Irak."

Bush kommt als erster US-Präsident seit 27 Jahren zum Gipfel zwischen EU und USA am 21. Juni nach Österreich. In Begleitung von US-Außenministerin Condoleezza Rice und seiner Frau Laura wird Bush am Abend des 20. Juni in Wien-Schwechat landen. Am Gipfeltreffen im Großen Redoutensaal der Hofburg nehmen tags darauf auf amerikanischer Seite Bush und Rice, auf europäischer Seite Ratsvorsitzender Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V), der Präsident der EU-Kommission Jose Manuel Barroso sowie der Hohe Vertreter für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, teil. (APA)

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