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Es ist lobenswert, wenn Initiativen entstehen, die weg vom hohen Erdölverbrauch führen, allerdings ist das skandinavische Beispiel, wo es bereits 150 E-85-Tankstellen gibt, auch bedenklich. Denn der Großteil dieses Kraftstoffs kommt aus Brasilien, wo er unter fragwürdigen Umweltbedingungen und Sozialstandards aus Zuckerrohr hergestellt wird.
Deshalb lässt die EU untersuchen, welche synthetischen Kraftstoffe tatsächlich umweltfreundlich sind und in Europa hergestellt werden können. Das Projekt heißt Renew. Federführend ist Volkswagen, auch österreichische Unternehmen sind dabei beteiligt, nämlich das Biomasse-Kraftwerk Güssing, das Institut für Verfahrenstechnik der TU Wien und der Biomasse- Anlagenbauer Repotec.
Auch DaimlerChrysler, Volvo und BP forschen mit. Es ist nämlich gar nicht so leicht, bei der Herstellung von Ethanol eine positive Energiebilanz zustande zu bringen.
Nur bei klugem Energiemanagement und lückenloser Verwertung der anfallenden Nebenprodukte bekommt man wesentlich mehr alkoholische Energie heraus als an fossiler Energie vorher hinein gesteckt wurde. (rs, AUTOMOBIL, 9.6.2006)
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