Zarqawis Familie bittet USA um Übergabe des Leichnams

13. Juni 2006, 09:39
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Jordanien könnte Beisetzung des getöteten Terroristen in der Heimat zustimmen

Sarka - Die Familie des getöteten Al-Kaida-Anführers im Irak, Abu Mussab al-Zarqawi, hat die US-Armee um die Überstellung von dessen Leichnam gebeten. Auf diese Weise könne Zarqawi gemäß moslemischer Tradition beigesetzt werden, sagte dessen Bruder Mohammed Fadhil al-Khalayleh am Freitag im jordanischen Zarqa, wo der Getötete vermutlich geboren wurde.

"Wenn sie noch ein bisschen Respekt gegenüber unserer Religion haben, sollten sie uns den Leichnam des Märtyrers Abu Mussab übergeben, das ist unser Recht als Familie", ergänzte Khalayleh. Zarqawi war am Mittwoch bei einem Angriff der US-Streitkräfte im irakischen Baquba (Bakuba) nördlich von Bagdad getötet worden.

Aus politischen Kreisen verlautete, die jordanische Regierung könnte aus humanitären Erwägungen einer Beisetzung Zarqawis in dem Königreich zustimmen. Zarqawi wurde in Jordanien als Terrorist gesucht. Er hatte versucht, das haschemitische Königshaus mit Anschlägen und Gewalt zu Fall zu bringen, bevor er in Afghanistan untertauchte und später im Irak seinen Kampf gegen die US-geführten Streitkräfte begann. (APA/Reuters)

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