Behinderte müssen fliegen dürfen

11. Juni 2006, 18:57
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Fluglinien müssen Menschen mit Behinderung künftig mitnehmen oder Ersatz anbieten

Luxemburg - Die EU-Verkehrsminister haben am Freitag Luxemburg neue Passagierrechte für Fluggäste mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität einstimmig abgesegnet. Durch die neue Verordnung werden die Fluglinien und Flughäfen dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderung ohne Aufpreis einen Flug zu ermöglichen. "Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität werden dadurch in Zukunft nicht mehr diskriminiert", sagte EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot nach dem Beschluss.

Entschädigung

Ablehnen können Fluglinien dem Passagier die Mittnahme künftig nur noch aus berechtigten Sicherheitsgründen oder, wenn die Größe des Flugzeuges oder dessen Türen dies nicht gestattet. Wenn die Fluglinie eine Reservierung ablehnt, hat sie dem Kunden allerdings eine annehmbare Alternative anzubieten. Stellen sich die Probleme erst direkt beim Flugantritt heraus, wird eine Entschädigung fällig.

Fluggäste mit Behinderung erhalten außerdem das Recht, einen Begleithund oder zwei Behelfsgeräte mitzunehmen. Darüber hinaus müssen die Fluglinien- und Flughafenbetreiber auch für eine entsprechende Ausbildung ihrer Mitarbeiter zu sorgen. Die neuen Regelungen treten bereits in den nächsten Wochen in Kraft. (APA)

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    foto: standard/fischer
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