SP-Kräuter: Grasser blieb viele Antworten schuldig

19. Juni 2006, 16:20
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VP wies neuerliche Ladung Grassers ab - Abgeordnete fotografierten im RH-Unterausschuss mit Handys

Wien - Finanzminister Karl-Heinz Grasser sei im gestrigen "kleinen Untersuchungsausschuss", also dem Unterausschuss des Rechnungshofausschusses, viele Antworten zur BAWAG schuldig geblieben, kritisiert SP-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter am Freitag per Presseaussendung. "Der Finanzminister hat über weite Strecken nur bekannte Texte vorgelesen und viele Fragen nicht beantwortet", so Kräuter.

Die ÖVP-Riege habe außerdem einen weiteren Ladungsantrag an Grasser abgeschmettert. Die Sitzungsleitung durch den Ausschussvorsitzenden Hornek (V) sei "inferior" gewesen. "Er musste mehrfach an die Bestimmungen der Geschäftsordnung erinnert werden", so Kräuter. "Und zwei weibliche ÖVP-Abgeordnete haben sich einen Spaß daraus gemacht, Kollegen im Ausschuss mit ihren Handys zu fotografieren. Soviel zu einer ernsthaften Teilnahme an dem Ausschuss", so Kräuter.

Kräuter weist auch die heute vom ÖVP-Abgeordneten Werner Amon erhobenen Anschuldigungen, dass die SPÖ im gestrigen Unterausschuss des Rechnungshofausschusses - er war für drei Stunden angesetzt und dauerte sieben Stunden - nicht ernsthaft an einer Aufklärung in der Causa BAWAG gearbeitet habe, vehement zurück. "Amon wird offensichtlich schon vom Wahlkampffieber geschüttelt; dadurch verzerrt sich seine Wahrnehmung", so Kräuter. (APA)

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    foto: standard/peroutka
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