Flüchtlingsboot vor Malta gekentert

17. Juli 2006, 17:52
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Drei Tote und acht Vermisste - Vier Verletzte im Krankenhaus - Identität der Migranten unklar

Rom - Ein kleines Boot mit 27 Flüchtlingen an Bord ist zwischen Sizilien und Malta gesunken. Dabei seien mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, acht der Passagiere würden noch vermisst, teilte die italienische Küstenwache am Freitag mit.

Den Angaben zufolge ist die italienische Marine auf der Suche nach den Vermissten. 16 Flüchtlinge seien in der Nacht von einem italienischen Fischerboot aufgenommen worden, vier von ihnen seien in kritischem Zustand. Sie werden in einem Krankenhaus in Malta behandelt.

Nationalität unklar

Die Nationalität der Migranten blieb zunächst unklar. Das Boot war von der tunesische Küste abgefahren. Wegen des schönen Wetters hat die Zahl der Flüchtlinge, die auf Sizilien und der Mittelmeerinsel Lampedusa landen, stark zugenommen.

Die neue italienische Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi hat vergangene Woche Pläne zur Verabschiedung eines neuen Einwanderungsgesetzes bekannt gegeben. "Das geltende Einwanderungsgesetz hat sich als populistisch und ineffizient erwiesen. Das System der jährlich festgelegten Einwanderungsquoten muss geändert werden, obwohl der Immigration weiterhin Grenzen gesetzt werden müssen", betonte Prodi. Einer halben Million illegal in Italien lebenden Ausländern sollen Aufenthaltsgenehmigungen erteilt werden. (APA)

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