EU-Beauftragter Solana reist in das Kosovo

7. Juni 2000, 17:30

"Wir sind besorgt über die Lage im Kosovo. Die Rechte der Minderheiten werden nicht respektiert"

Athen - Der EU-Beauftragte für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), der Spanier Javier Solana, reist am Mittwochnachmittag von Griechenland in das Kosovo. Dort wolle er die Vertreter der serbischen Minderheit überreden, wieder an den Arbeiten des vorläufigen Verwaltungsrates der Provinz teilzunehmen, teilte Solana am Mittwoch während einer Tagung des Stabilitätspaktes für den Balkan in der nordgriechischen Hafenstadt Saloniki mit. "Wir sind besorgt über die Lage im Kosovo. Die Rechte der Minderheiten werden nicht respektiert", sagte Solana. "Die Lage der serbischen Minderheit werden wir nicht hinnehmen."

In Saloniki findet derzeit ein dreitägiges Treffen von Vertretern des Stabilitätspaktes für den Balkan und Mitgliedern nicht-staatlicher Organisationen aus allen Balkanstaaten statt. Nach Angaben des griechischen Außenministeriums erörtern die Teilnehmer Themen des Schutzes der Menschenrechte und der Minderheiten, der Demokratisierung sowie der Sicherheit der Region. Am Mittwoch trafen sich in der nordgriechischen Hafenstadt auch hohe Vertreter der Außenministerien der Balkanstaaten, der Koordinator für den Wiederaufbau des Balkans, Bodo Hombach, und "Mr. GASP" Solana.

(APA/dpa)

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