"Tod in Venedig" wird Bregenzer Hausoper '07

16. Juni 2006, 12:16
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Festspielen planen Kooperation mit dem Aldeburgh Festival bezüglich Benjamin-Britten-Werk

Bregenz - Die Bregenzer Festspiele werden im nächsten Jahr Benjamin Brittens Meisterwerk "Tod in Venedig" im Bregenzer Festspielhaus zur Aufführung bringen. In Kooperation mit dem englischen Aldeburgh Festival wird die Premiere am 18. Juli 2007 gefeiert, informierte am Donnerstagabend Festspiel-Intendant David Pountney. Der japanische Schauspieler und Regisseur Yoshi Oida wird für die Inszenierung verantwortlich zeichnen.

Brittens Letzte

Die 1973 im Rahmen des Aldeburgh Festivals uraufgeführte Oper orientiert sich in ihrer Handlung an der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann. Manns Text weist zahlreiche dramatische Motive auf, die sich auch in Leben und Arbeit des Komponisten Britten (1913-1976) wiederfinden.

"Britten war absolut klar, dass 'Tod in Venedig' sein letztes großes Werk werden würde. So beschwor er in dieser Oper das vielleicht zentrale Problem seines künstlerischen und persönlichen Lebens herauf: die Beziehung zwischen kreativer Inspiration und Sexualität", erklärte Pountney. Es falle schwer, sich eine bessere Übereinstimmung zwischen einem Künstler und seinem Thema vorzustellen.

Über die Zusammenarbeit mit dem Aldeburgh Festival, das bereits im Sommer 2004 Festspiel-Koproduktionspartner für Harrison Birtwistles "The Io Passion" war, zeigte sich Pountney sehr erfreut und stolz. "Schließlich hat Britten dieses Festival selbst gegründet", sagte der Festspiel-Intendant. Die Mitwirkung des japanischen Schauspielers und Star-Regisseurs Yoshi Oida werde der Produktion einen großartigen Input an künstlerischer Innovation verleihen.

Kirill Petrenko und Lothar Koenigs

Weiters gab Pountney bekannt, dass im Rahmen der Orchesterkonzerte 2007 unter anderen die beiden jungen Dirigenten Kirill Petrenko und Lothar Koenigs am Pult der Wiener Symphoniker stehen werden. Der aus dem westsibirischen Omsk stammende Petrenko ist seit der Spielzeit 2002/03 Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin und Gast an den bedeutendsten Opernhäusern. Koenigs wurde in Aachen geboren und gastierte nach seinem Studium in Chile, den USA, Österreich, Russland, Japan und Italien. Von 2000 bis 2004 war er Generalmusikdirektor an den Städtischen Bühnen Osnabrück. (APA)

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