US-Gericht vertagt Entscheidung

22. Juni 2006, 19:56
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US-Gericht vertagt Refco-Vergleich-Behandlung auf Ende Juni - Laut Sprecher immer schon das angepeilte Datum für den richterlichen Abschluss

Die endgültige Fixierung des Globalvergleiches der Gewerkschaftsbank BAWAG P.S.K. mit den Gläubigern und Investoren des insolventen US-Brokers Refco zieht sich doch noch in die Länge. Der zuständige Richter am US-Konkursgericht in New York, Robert Drain, hat am Donnerstag die Hauptsitzung zu dem Vergleich auf Ende Juni festgesetzt. Als wahrscheinlicher Termin gilt der 27. Juni. Nähere Details werden in Kürze erwartet.

Am Montag hatte bereits US-Staatsanwalt Michael Garcia den Vergleich bekannt gegeben: Die BAWAG zahlt 675 Mio. Dollar (530 Mio. Euro), um sich von milliardenschweren Klagsrisiken in den USA freizukaufen. Verglichen wurden auch Verfahren mit der US-Börseaufsichtsbehörde SEC.

Immer schon angepeilt

Der 27. Juni sei immer schon das angepeilte Datum für den auch richterlichen Abschluss des Globalvergleiches in den USA gewesen, sagte der Sprecher der BAWAG am Donnerstagabend zur APA. Das heute stattgefundene Hearing vor dem US-Konkursgericht habe sich nur mit der Frage beschäftigt, in welcher Form die Einladung zum Hearing an die Gläubiger erfolgen soll.

Dabei sei es um die Frage gegangen, ob die Einladung zum Hearing am 27. Juni in Form eines Inserates in einer Tageszeitung erfolgen kann, oder ob jeder Gläubiger und Investor des insolventen US-Rohstoffhändler Refco einzeln angeschrieben und eingeladen werden müsse. "Der 27. Juni war schon immer angepeilt", sagte der BAWAG-Sprecher. Dass heute der Vergleich nicht endgültig fixiert wurde, sei daher nicht unerwartet gewesen. (APA)

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    Am US-Konkursgericht in New York wird der am Pfingstmontag von erzielte milliardenschwere Vergleich auch richterlich abgesegnet.

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