Golf: Sensationeller Start von Brier

9. Juni 2006, 15:31
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Nach dem ersten Tag der Austrian Open alleiniger Führender mit einem Hole in One - Alle Asse im GC Fontana noch im Rennen

Oberwaltersdorf - Markus Brier ist beim Comeback der Europa-Golf-Tour nach Österreich ein Traumstart gelungen. Der Österreicher begann die mit 1,3 Mio. Euro dotierten BA-CA-Austrian Open im GC Fontana bei Wien am Donnerstag unter anderem dank eines Hole in One mit einer 65er-Runde (6 unter Par) und hat damit die alleinige Führung vor einem vom Deutschen Sven Strüver angeführten Quartett inne, das einen Schlag zurückliegt.

Nach wochenlangen Regenfällen präsentierte sich der GC Fontana am ersten Tag bis auf den Wind in fast idealem Zustand. Dementsprechend forsch gingen die 156 Profis trotz des radikal verengten Par-71-Platzes zur Sache, womit sich der erste von vier Tagen teilweise zu einem "Bestschießen" entwickelte. Brier erzielte auf der elften Spielbahn, einem Par-3, ein Hole in One, er gewann damit ein Auto im Wert von 20.000 Euro. Dem deutschen Amateur Max Kramer gelang sogar ein "Albatros", nachdem er auf einer Par-5-Bahn den Ball schon mit dem zweiten Schlag ins Loch befördert hatte.

"Hausherr" Brier nutzte den Vorteil, auf seinem Heimatplatz zu spielen, am ersten Tag perfekt aus. Nach verhaltenem Start mit zwei Bogeys auf den Front-Nine läutete der 37-jährige Magister aus Wien mit dem Hole in One eine fulminante und praktisch fehlerlose zweite Halbzeit ein, die er mit dem insgesamt sechsten Birdie am 18. Loch krönte. Obwohl auf dem spektakulären Schlussloch sein zweiter Schlag im Grünbunker gelandet war, sicherte sich Brier mit einem starken "Safe" aus dem Sand und einem perfekten 3-Meter-Putt das Birdie und damit die alleinige Führung.

"Perfekt, das war ein Start, wie man ihn sich vorstellt", freute sich Brier über seine starke Leistung. Ihm sei aber klar, dass der Heimvorteil am Anfang immer am größten sei. "Andererseits muss man den Ball ja auch erst dorthin spielen können, wo man ihn hinspielen will. Wichtig war, dass ich heute kaum Fehler gemacht habe. Wenn ich das wiederholen kann, ist viel drin", gab sich Österreichs Top-Profi zuversichtlich.

Vielleicht kämpft er ja am Wochenende sogar um den ersten Turniersieg eines Österreichers überhaupt. "Ich habe mir das jedenfalls vorgenommen. Und das war der perfekte Start dafür", bekräftigte Brier. Seine Emotionen nach dem mit einem Eisen 7 aus 147 Metern erzielten "Direkttreffer" auf Loch elf seien unglaublich gewesen. "Es war mein sechstes Hole in One. Aber heute war es Adrenalin pur, ich bin aus dem Händeschütteln nimmer raus gekommen. Gott sei Dank war ich zwei Löcher später schon wieder voll konzentriert."

Damit ist den Austrian Open, die nach zehn Jahren Pause wieder ein Teil der European Tour sind, trotz der vielen Absagen und des ungünstigen Termins unmittelbar vor den US Open, ein perfekter Start gelungen. 4.500 Zuschauer fanden am ersten Tag bei freiem Eintritt den Weg in den GC Fontana. Auch die Asse wie Briers Flightpartner Miguel Angel Jimenez (ESP) oder der Schotte Colin Montgomerie sind bei vier unter Par im absoluten Spitzenfeld zu finden und damit am Wochenende wohl sicher mit dabei.

Lediglich das Abschneiden der restlichen 14 Österreicher enttäuschte zum Großteil. Die Kluft zu Brier, dem derzeit einzige Österreicher auf der Tour, wurde offensichtlich. Wirklich positiv bilanzierten nur Jürgen Maurer (-2) und Thomas Feyrsinger (-1), während Niki Zitny (Par), vor allem aber Clemens Prader (+3), Thomas Kogler (+4) und Martin Wiegele (+5) am Freitag schwer um den Cut kämpfen müssen. (APA)

Ergebnisse von den BA-CA Austrian Golf Open im GC Fontana (Par 71/5.902 m/1,3 Mio. Euro) vom Donnerstag - Stand nach dem 1. Tag:

1. Markus Brier (AUT) 65 Schläge - 2. Jorge Benedetti (COL), Simon Dyson (GBR), Sven Strüver (GER), Oliver Whiteley (GBR) alle je 66 - 6. Benn Barham (GBR), Gregory Bourdy (FRA), Alastair Forsyth (GBR), Ian Garbutt (GBR), David Higgins (IRL), Miguel Angel Jimenez (ESP), Colin Montgomerie (GBR) alle je 67 - 13. Sören Hansen (DEN), Steven Jeppesen (SWE), Gary Murphy (IRL), Steven O`Hara (GBR), Alexandre Rocha (BRA) alle je 68. Weiter: 20. u.a. Jürgen Maurer (AUT) 69 - 37. Thomas Feyrsinger (AUT) 70 - 54. Paul McGinley (IRL), Wolfgang Rieder (AUT/Am), Niki Zitny (AUT) alle je 71 - 90. Claude Grenier (AUT) 73 - 101. Clemens Prader (AUT) 74 - 117. Thomas Kogler (AUT), Norbert Kirchner (AUT/Am) je 75 - 130. Alexander Wernig (AUT), Martin Wiegele (AUT) je 76 - 139. Uli Weinhandl (AUT), Bernd Wiesberger (AUT/Am) je 77 - 154. Martin Omtvedt (AUT) 83 - 156. Andreas Christ (AUT/Am) 89

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    Ein "Hole in One" und Markus Brier hat einen neuen Wagen.

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