Schönbrunner Flughund-Baby lernt fliegen

17. Juli 2006, 16:44
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Nachdem das Flughund-Baby aus dem "Nest" plumpste, musste eine Ersatzmutter gefunden werden

Wien - Vor etwa zwei Monaten plumpste das Flughund-Baby im Regenwaldhaus zu Boden. Die Tierpfleger nahmen das Tier auf und hängten es wieder unters Dach, wo seine Artgenossen und vor allem seine Mutter die meiste Zeit des Tages "herumhängen". Am darauf folgenden Tag lag es jedoch schon wieder unten. Deshalb beschloss man, das junge Weibchen mit der Hand aufzuziehen.

Die Tirolerin Nina Reinstadler wurde zur Flughund-Mutter erklärt und ihr Baby wurde auf den Namen "Nelih" getauft. Reinstadler "Nelih" musste den ungewöhnlichen Säugling sogar mit nach Hause nehmen und mit Säuglingsmilch Tag und Nacht aufpäppeln. Anfangs musste Nelih alle drei Stunden Tag und Nacht mit Säuglingsmilch gefüttert werden.

Mittlerweile übernachtet Nelih bereits im Tiergarten und ernährt sich von Früchten. Vor wenigen Tagen hat das Tier auch das Flattern entdeckt. Seitdem finden in der Futterküche des Regenwaldhauses regelmäßig Flugübungen statt. Mit einem quer durch die Küche gespannten Sicherheitsseil und mit einigen Pflegern, die sich für Nelih als sichere Landeplätze zur Verfügung stellen.

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