Reifen, Rahmenprogramm

13. Juni 2006, 20:00
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Rund laufen

Jeder Autofahrer kennt das Problem: Reifen müssen gewuchtet werden, sonst laufen sie unrund. Bei großen rotierenden Systemen, beispielsweise Stromgeneratoren, kann aber der Aufwand für das Wuchten erheblich sein. Die Forscher am Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics (RICAM) der Linzer Universität haben nun einen neuen Lösungsansatz gefunden, der die erforderliche Testzeit um die Hälfte verkürzen kann. Sie haben eine Software entwickelt, die auch bei stark fehlerhaften Messdaten eine gute Rekonstruktion der Unwuchten ermöglicht. Dabei werden spezielle mathematische Methoden eingesetzt, die in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich an der Linzer Uni mitentwickelt und sich in der Praxis bewährt haben. (pi)

7. Rahmenprogramm, bitte warten

Der Beschluss des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU, eines der "prioritären Projekte" von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft, wird erst unter dem EU-Vorsitz Finnlands fallen. Zwar verständigten sich die EU-Forschungsminister bei ihrem Treffen vergangene Woche in Brüssel vorläufig auf die Verteilung der Gelder. Vor einer politischen Einigung muss aber das EU-Parlament seine Position in der ersten Lesung festlegen, die erst in zwei Wochen stattfindet. Der Vorschlag für die Verteilung der rund 54 Milliarden Euro, die für die nächsten sieben Jahre von 2007 bis 2013 insgesamt zur Verfügung stehen, sei von allen generell akzeptiert worden, so Gehrer. Die Kommission werde aber alles tun, so Forschungskommissar Janez Potocnik, um Verzögerungen beim Start der speziellen Forschungsprogramme zu vermeiden. (pi/DER STANDARD Printausgabe, 7. Juni 2006)

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