Die fantastischen Vier

10. Juni 2006, 17:10
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Die Setzliste hat ihre Berechtigung: Duo Na­dal, Federer im French-Open-Halbfinale gegen Ljubicic bzw. Nalbandian favorisiert

Paris - Die großen Vier des Tennissports ermitteln am Freitag die Finalisten im Herren-Einzel der French Open. So wie zuletzt vor 21 Jahren John McEnroe, Ivan Lendl, Jimmy Connors und Mats Wilander sind in der Vorschlussrunde in Paris in Roger Federer (1), Rafael Nadal (2), David Nalbandian (3) und Ivan Ljubicic (4) die Top 4 der Welt versammelt. Federer ist gegen Nalbandian ebenso Favorit wie Titelverteidiger Nadal gegen Lubicic - damit wäre das Traumfinale für Sonntag perfekt.

Nadal hält nach dem vorzeitigen Erfolg über den Serben Novak Djokovic (Aufgabe wegen Rückenschmerzen) bei einer Serie von 58 Siegen auf Sand und der 20-Jährige fühlt sich im Stade Roland Garros immer besser. "Ich komme möglicherweise mit meiner besten Form der vergangenen zwei Wochen ins Halbfinale. Das ich das Wichtigste", erklärte der Spanier.

Ljubicic: "Kein Druck"

Ljubicic war bisher auf keinen einzigen gesetzten Gegner getroffen, er war erleichtert, in diesen Partien seine Pflicht erfüllt zu haben. "Gegen Nadal habe ich jetzt überhaupt keinen Druck, es gibt keinen Zweifel, dass er der große Favorit ist - auch in einem eventuellen Finale", erklärte der kroatische Daviscupsieger vor seinem ersten Grand-Slam-Halbfinale und verspricht einen großen Kampf: "Die Serie von Nadal ist unglaublich, aber sie wird nicht ewig dauern. Ich hoffe, sie geht Freitag zu Ende."

Federer stand bisher rund viereinhalb Stunden kürzer auf dem Platz als sein großer Rivale Nadal. Der Schweizer hat in Grand-Slam-Turnieren 26 Siege in Folge errungen - der Rekord Rod Lavers (AUS) steht bei 29. Doch der Schweizer ist vor dem Duell mit Masters-Cup-Sieger Nalbandian vorsichtig. "Gegen ihn habe ich bei Grand-Slams schon oft verloren", erinnerte der Weltranglisten-Erste und wollte noch nicht an das Endspiel denken. "Jeder will Federer gegen Nadal sehen, aber da haben zwei Spieler etwas dagegen."

Nalbandian zuversichtlich

Zuletzt hat Federer allerdings den 24-jährigen Argentinier zweimal (2004 Australien, 2005 US Open) besiegt und die "Generalprobe" in Rom (Halbfinale) im Tiebreak des dritten Satzes für sich entschieden. Nalbandian hat gegen die Nummer eins eine positive Bilanz (6:5) und er glaubt auch diesmal an seine Chance. "Ich habe Federer auf allen Belägen geschlagen, die Tagesform wird entscheiden."(APA/AFP/Reuters)

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    Kurze Erholung für Roger Federer.

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