US-Büromarkt zieht an

9. August 2006, 12:02
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C&W-Studie: Nachfrage nach Büroflächen steigt in den wichtigsten Städten und wird in den nächsten zwei Jahren zu Verteuerungen führen

Die Nachfrage nach Büroflächen wird an 37 der 55 wichtigsten Bürostandorte der USA wird nach Einschätzung von Cushman & Wakefield (C&W) in den nächsten 24 Monaten steigen und zum Anstieg der Mietpreise führen. Die Immobilienexperten von C&W machen dafür mehrere Faktoren verantwortlich: So wurden im vergangenen Jahr über 5,1 Mio. Quadratmeter Büroflächen absorbiert und weniger als 1,7 Mio. m² Flächen wurden fertig und dem Markt zur Verfügung gestellt. Der größte Anteil an Fertigstellungen entfiel mit 1,2 Mio. m² auf Stadtrandlagen und betrug rund 490.000 m² in Stadtzentren, was der niedrigsten Quote seit sieben Jahren entspricht.

"Die Unausgewogenheit zwischen Nachfrage und Angebot wird in den großen US-Büromärkten zu einem Anstieg der Mieten von durchschnittlich mehr als 1,80 Dollar brutto pro Quadratmeter und Monat führen", erklärt Maria Sicola, Senior Managing Director of Research bei C&W in den USA. Dass die Entwickler an die Stärke des Marktes glauben, dafür steht nach Sicola, dass sich derzeit in den USA mehr Büroflächen im Bau befinden als zu irgend einem Zeitpunkt in den letzten vier Jahren.

San Francisco und Silicon Valley wieder im Vormarsch

Die Researcher von C&W teilen die US-amerikanischen Büromärkte in die vier Kategorien "führender", "auf dem Höchststand befindlicher", "erstarkender" und "ausbalancierter Büromarkt" (Leading, Peaking, Strengthening and Leveling) ein. Demnach sind die Büromärkte im nordkalifornischen San Francisco und Silicon Valley "erstarkende" Märkte, mit einem positiven Ausblick für die nächsten zwei Jahre. Im Silicon Valley sei mit einem Anstieg von 0,90 US-Dollar brutto/m²/Monat zu rechnen, in San Francisco mit 1,80 Dollar.

In der Innenstadt San Franciscos wurden im vergangenen Jahr rund 93.000 m² Büroflächen absorbiert - seit dem Jahr 2000 ist dies die größte Flächenabsorption. Der Leerstand sank hier in den letzten zweieinhalb Jahren von 17,4 auf 14,8 Prozent. In den Stadtrandlagen San Franciscos wurden im letzten Jahr rund 86.000 m² absorbiert, die höchste Absorption seit 1999.

"Führende" Märkte Phoenix und Washington DC

Den zentralen Geschäftsbezirk von Phoenix klassifiziert C&W als führenden Markt, der derzeit durch zahlreiche Entwicklungen im Bereich Wohnen, Verbesserungen der Infrastruktur und Expansionserklärungen großer Arbeitgeber wie der Arizona State University eine Revitalisierung erfährt.

Die Innenstadt von Washington DC hat sich in den vergangenen Jahren ebenfalls zu einem der führenden Büromärkte der Vereinigten Staaten entwickelt. Der Leerstand war hier zu Jahresende auf 7,2 Prozent, das niedrigste Niveau seit vier Jahren, gesunken. Für die Mieten prognostiziert C&W Stabilität über die nächsten zwei Jahre.

New York City "in solider Verfassung"

Als weiteres Beispiel für einen erstarkten Büromarkt führt das Beraterhaus Nord Virginia an: Bei einer außergewöhnlichen Vermietungsleistung im vergangenen Jahr wurden 455.000 m² Büroflächen absorbiert, was nahezu der doppelten Fläche des Jahresdurchschnitts der vergangenen 15 Jahre entspricht. Nach dem Höchststand von 20,5 Prozent in 2003 betrug der Leerstand im letzten Jahr 10,7 Prozent. Die durchschnittliche Büromiete liegt sich mit 27 Dollar brutto/m²/Monat auf einem Vierjahrshoch.

"Im Stadtbezirk von New York City sind die Büromärkte generell in solider Verfassung", so Maria Sicola. "Midtown Manhattan, der wirtschaftliche Treiber der Region, und Midtown South kategorisieren wir beide als führende Büromärkte. In Midtown wurden mit 42,50 US-Dollar brutto/m²/Monat die höchsten Mieten in den Vereinigten Staaten gezahlt und weitere Mietpreissteigerungen sind – genau wie im ausbalancierten Büromarkt von Downtown Manhattan – in den nächsten 24 Monaten zu erwarten." (red)

  • San Francisco (Bild: Bay Bridge) und das Silicon Valley weisen "erstarkende" Büromärkte auf.
    foto: photodisc

    San Francisco (Bild: Bay Bridge) und das Silicon Valley weisen "erstarkende" Büromärkte auf.

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