Boykottaufruf gegen Peugeot - Citroën

19. Juni 2006, 16:02
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Aus Protest gegen eine angekündigte Werks­schließung rufen britische Gewerk­schaften dazu auf, die beiden französische Automarken nicht mehr zu kaufen

London - Die britischen Gewerkschaften TGWU und Amicus wollen Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften schalten und Plakate aufhängen, in denen die Briten aufgefordert werden, keine der Modelle des französischen Autobauers PSA Peugeot Citroën zu kaufen.

Das Unternehmen hatte angekündigt, sein britisches Werk in Ryton zu schließen. Damit fallen 2.300 Arbeitsplätze in der Fabrik in Mittelengland weg, in der bisher der Peugeot 206 gefertigt wird.

PSA begründete die Entscheidung mit zu teuren Produktions- und Transportkosten: Die meisten Teile stammten von Zulieferern vom Festland, außerdem sei der Großteil der in Ryton gebauten Autos für den außerbritischen Markt bestimmt. Die Gewerkschaften werfen dem Unternehmen dagegen "pure Gier" vor. Sollten andere Firmen künftig ebenfalls "profitable und produktive" Werke schließen, so würden auch gegen diese Boykotts verhängt, sagte TGWU-Chef Tony Woodley. (APA/AFP)

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    Im Fall der Werksschließung in Mittelengland würden 2.300 Arbeitsplätze wegfallen.

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