Neue Chefin des Zentralrats der Juden vergleicht Ahmadinejad mit Hitler

14. Juni 2006, 15:36
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Knobloch: "Er leugnet den Holocaust, das ist in Deutschland strafbar" - Ermittlungen der Behörden gefordert, sollte er zur WM kommen

Hamburg - Die neu gewählte Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad mit Adolf Hitler verglichen. "Für mich ist dieser Mann ein zweiter Hitler. Er leugnet den Holocaust. Das ist in Deutschland strafbar", sagte Knobloch der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe). Sollte Ahmadinejad zur Fußball-WM in Deutschland anreisen, dürfe die deutsche Regierung den Staatschef nicht mit diplomatischer Immunität schützen, sagte sie. "Vielmehr sollten die Behörden gegen ihn ermitteln und ihn bestrafen."

Zuvor hatten bereits andere Vertreter der jüdischen Gemeinde in Deutschland gedroht, Ahmadinejad bei einem WM-Besuch mit einer Reihe von Strafanzeigen wegen Volksverhetzung zu überziehen. Bisher gibt es noch keine definitive Aussage darüber, ob Ahmadinejad zur WM nach Deutschland kommt. Klar ist hingegen, dass der iranische Vizepräsident und Sportbeauftragte, Mohammed Ali Abadi, zur WM erwartet wird, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte. (APA)

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