Cheney gerät in Abhöraffäre unter Druck

13. Juni 2006, 14:58
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Senator: Vizepräsident sabotierte Parlamentsarbeit zu Abhöraffäre

Washington - In der Affäre um illegale Telefon-Abhörungen ist US-Vizepräsident Dick Cheney vom eigenen Lager bezichtigt worden, die Arbeit des Parlaments zu sabotieren. Der republikanische Senator Arlen Specter schrieb in einem Brief an Cheney, er habe erfahren, dass der Vizepräsident eine Sitzung des Justizausschusses zum Thema verhindern wollte. Ihm sei zu Ohren gekommen, dass Cheney Ausschussmitglieder angerufen habe und sie beeinflussen wollte.

Specter plant, die Chefs der großen US-Telefonkonzerne AT&T, Verizon und Bell South in der Affäre anzuhören. Dazu behalte er sich auch Vorladungen durch die Justiz vor, drohte der Senator erneut. Er hoffe, einen juristischen Konflikt zwischen Parlament und Präsident zu vermeiden, schrieb Specter weiter.

Der US-Geheimdienst NSA hat Medienberichten zufolge nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ein riesiges Archiv mit Millionen privater Telefonanrufe angelegt. Aus dem Datenbestand wolle sie Muster herausfiltern, die auf terroristische Umtriebe schließen ließen.(APA)

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