Kalifornien: Finanzminister tritt bei Gouverneurswahl gegen Schwarzenegger an

8. Juni 2006, 11:44
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Angelides gewinnt Vorwahl der Demokraten in Kalifornien - Schwarzenegger startet Kampagne für Wiederwahl

Sacramento/Los Angeles - Herausforderer des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger bei der Wahl im November wird sein Finanzminister Phil Angelides. Der 52-Jährige setzte sich bei den Vorwahlen der Demokraten durch, wie aus dem am Mittwoch in Sacramento veröffentlichten amtlichen Ergebnis hervorgeht. Auf Angelides entfielen 47,9 Prozent der Stimmen. Sein stärkster Rivale, der kalifornische Rechnungsprüfer Steve Westly, erzielte 43,4 Prozent. Parallel dazu wurde Schwarzenegger in den Vorwahlen der Republikaner mit knapp 90 Prozent für eine neue Amtszeit nominiert.

Angelides ist seit vielen Jahren eine Führungsfigur der Demokraten in Kalifornien. Er machte ein Vermögen im Immobiliengeschäft, bevor er 1998 zum Finanzminister gewählt wurde. Dieser Posten wird in Kalifornien direkt von den Wählern und nicht vom Gouverneur besetzt.

Im Wahlkampf gegen den seit November 2003 regierenden Schwarzenegger steht Angelides nun eine schwierige Aufgabe bevor. Zwar erlitt der frühere Hollywoodschauspieler und Bodybuilding-Champion zwischenzeitlich einen Popularitätsknick; doch in einer Umfrage aus der vergangenen Woche gaben ihm 46 Prozent den Vorzug gegenüber Angelides, der auf 39 Prozent kam.

Schwarzenegger startet Kampagne für Wiederwahl

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat am Mittwoch offiziell die Kampagne für seine Wiederwahl gestartet. Der aus der Steiermark stammende frühere Filmstar hatte sich zuvor am Dienstag ohne einen ernsthaften Gegner in den Vorwahlen der Republikaner klar durchgesetzt. Bei der Wahl im November dürfte es für ihn angesichts des landesweiten Stimmungstiefs der Republikaner, der Partei von Präsident George W. Bush, aber deutlich schwieriger werden. Rückenwind könnte er durch die gute wirtschaftliche Lage in Kalifornien erhalten. Schwarzenegger war 2003 Gouverneur in Kalifornien geworden. (APA/AP)

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