Passkontrolle an Grenze zu Deutschland

23. Juni 2006, 11:11
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Vorübergehende Maßnahme wegen Fußball-WM - Kein Widerspruch zu Schengen-Abkommen

Berlin - Ab Freitag, also mit Beginn der Fußball-WM, heißt es an den Grenzen zu Deutschland wieder "Ausweis bitte". WM-Fan oder nicht - möglicherweise muss das Reisedokument gezeigt werden, um nach Deutschland einzureisen, informiert der ARBÖ.

Gültige Reisedokumente sind Personalausweis und Reisepass, der aber bis zu fünf Jahre abgelaufen sein darf. "Der Führerschein alleine ist nicht ausreichend", betont ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider. Kinder benötigen ab dem vollendeten 12. Lebensjahr einen eigenen Pass.

Schwerpunktmäßig wird es an den Autobahn-Grenzübergängen zu Kontrollen kommen. Betroffen sind: Kufstein/Kiefersfelden, Suben, Passau, Walsersberg, Bad Reichenhall. "Verzögerungen und Staus sind hier programmiert", warnt Haider. "Wer nicht zu spät zum Match kommen will, der sollte Wartezeiten einkalkulieren". Auch bei Bundesstraßen-Grenzübergängen werden immer wieder Kontrollen durchgeführt.

Grenzkontrollen wird es schwerpunktmäßig dort geben, wo die meisten anreisenden Fans vermutet werden. Je nachdem welche Nationen sich gerade matchen, werden die betroffenen Grenzen ins Visier genommen. Also: Spielt zum Beispiel Italien, werden die Grenzen zu Österreich verstärkt bewacht.

Das widerspricht nicht dem Schengen-Abkommen, zur Aufrechterhaltung der Sicherheit können für eine begrenzte Zeit Grenzkontrollen durchgeführt werden. (red, DER STANDARD, Print, 8.6.2006)

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