WHO bestätigte Kinderlähmung in Namibia

19. Juni 2006, 14:01
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Sieben Menschen sind bisher gestorben

Genf - In Namibia sind zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder Fälle von Kinderlähmung aufgetreten. In drei Fällen sei eine Polio-Erkrankung bestätigt worden, weitere 37 würden untersucht, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Samstag in Genf mit. Sieben Personen seien vermutlich an der Krankheit gestorben.

Das Virus wurde vermutlich aus dem benachbarten Angola eingeschleppt, wie WHO-Sprecher Oliver Rosenbauer erklärte. Ungewöhnlich sei, dass in erster Linie Erwachsene infiziert würden.

Im vergangenen Jahr erkrankten weltweit rund 1.880 Menschen an Kinderlähmung. Vor dem Beginn von Impfkampagnen 1988 waren es noch mehr als 350.000. Die WHO hatte es sich zum Ziel gesetzt, Polio bis Ende vergangenen Jahres auszurotten, was aber an einem Impfboykott in Nigeria scheiterte. (APA/AP)

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