Im Wiener LIF bessert sich das Klima

7. Juni 2000, 15:09

Hecht betont ihr "normales Arbeitsverhältnis" zu Bolena

Wien - Im Liberalen Forum Wien wird wieder miteinander gesprochen. Beim ersten gemeinsamen Auftritt seit Beginn der öffentlichen Streitereien zwischen Klubobfrau Gabriele Hecht und der vergangene Woche zur Landeschefin gekürten Alexandra Bolena zeigten sich die beiden Politikerinnen am Mittwoch im Wiener Gemeinderat zuversichtlich, dass künftig wieder zusammen gearbeitet werden kann.

Bolena und ihr neuer Stellvertreter Wolfgang Alkier betraten das Plenum einige Minuten nach Hecht und dem ihrem Lager zugeordneten Marco Smoliner. Alle LIF-Abgeordneten gaben sich betont locker und fröhlich. "Ich fühle mich sehr gut", meinten deshalb auch Hecht und Bolena unisono auf APA-Anfrage.

Stimmung ist besser

"Es gibt Gespräche darüber, wie wir die Arbeit in Zukunft am besten erledigen können", erklärte Hecht. "Die Stimmung ist seit dem Gespräch am Montag besser", meinte Bolena.

Hecht betonte vor allem, dass sie mit Bolena "ein ganz normales Arbeitsverhältnis" habe. "Die Probleme liegen nicht bei Bolena, sondern bei jenen Männern, die selbst keinen Handgriff für die Partei tun, mir aber Vorschriften machen wollen." Gemeint seien damit Bundessprecher Christian Köck und Peter Haselsteiner. Zum Kampf um den Klubvorsitz im Wiener Rathaus wollte sich weder Hecht noch Bolena äußern: "Es gibt Gespräche. Mehr will ich jetzt nicht dazu sagen", so die neue Landeschefin.

Die Frage nach dem gemeinsamen Auftreten in der Öffentlichkeit stelle sich nicht, betonte Hecht. "Es war schon vorher so, dass jeder Abgeordnete seinen Themenbereich hat und diesen auch öffentlich präsentiert. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich einmal eine Pressekonferenz mit Alexandra Bolena gegeben habe." Der Ausfall der Aktuellen Stunde im Gemeinderat am Mittwoch, die daran gescheitert ist, dass das LIF die notwendigen sieben Unterschriften nicht zusammenbrachte, sei aber "sehr bedauerlich", so Hecht. "Das Thema Infrastruktur im Raum Wien wäre sehr wichtig gewesen." (APA)

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