"Innovationspreis der österreichischen Altenpflege 2006" vergeben

11. Juni 2006, 19:01
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Zwei Wiener Projekte setzten sich vor einer Initiative eines Innsbrucker Heimes durch

Bregenz - Am Mittwoch wurde in Dornbirn der "Innovationspreis der österreichischen Altenpflege 2006" vergeben. Unter dem diesjährigen Motto "Lebensqualität durch Normalität" ging das Haus am Mühlengrund des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser hervor, teilte "Lebenswelt Heim", der Dachverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs, in einer Aussendung mit. Die Preis-Verleihung bildete gleichzeitig den Auftakt zum 9. Österreichischen Kongress für Führungskräfte aus der Altenpflege.

Die insgesamt eingereichten 35 Projekte setzten alle frische Impulse, den Bedürfnissen der Heimbewohner nach einem betreuten, jedoch "normalen" Leben nach dem Heimeinzug nachzukommen. Auf Platz zwei wurde von der unabhängigen Jury eine Initiative der Zentrale des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser rangiert, an dritter Stelle landete das Haus St. Josef am Inn in Innsbruck. Der Innovationspreis wird im Zweijahresabstand ausgeschrieben.

Das Siegerprojekt des Hauses am Mühlengrund des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser setzt auf das Psychobiografische Pflegemodell nach Erwin Böhm. Es fördert eine Gestaltung des Alltags unter Berücksichtigung der persönlichen Lebensgeschichten und der individuellen Bedürfnisse in einem möglichst vertrauten Umfeld. Das zweitgereihte Projekt überzeugte mit einem professionellen Modell zur Einbeziehung von ehrenamtlichen Mitarbeitern vor, während das Projekt auf Platz drei einen Urlaubsaustausch zwischen zwei Senioren- und Pflegeheimen vorsieht. (APA)

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