Gesundheitsgefahr bei "illegalen" Zigaretten ungleich höher

12. Juni 2006, 16:20
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Bis zu 160 Prozent mehr Teer und zu viel Lösungsmittel enthalten

Wien - Mag der billigere Preis für "illegale" Zigaretten für manche Konsumenten auch verlockend sein - neben den möglichen strafrechtlichen Konsequenzen nehmen die Raucher auch ein größeres gesundheitliches Risiko in Kauf als bei regulären "Tschick".

"Wir halten uns bei der Herstellung an die deutschen Richtlinien von 1982", sagte Bettina Pepek, Pressesprecherin der Austria Tabak, am Mittwoch. Darin wird genau aufgelistet, welche Inhaltsstoffe in welchem Ausmaß bei der Herstellung von Tabakprodukten verwendet werden dürfen und welche nicht.

Hohe Dosis

"Illegale halten sich nicht an diese Auflagen", meinte Pepek. Die Inhaltsstoffe in den Zigaretten entsprechen daher oft überhaupt nicht den Angaben auf den Packungen. "Einer aktuellen englischen Studie zufolge sind bis zu 160 Prozent mehr Teer, bis zu 80 Prozent mehr Nikotin, bis zu 133 Prozent mehr Kohlenmonoxid und zu viel Lösungsmittel enthalten", so die Pressesprecherin. Die hohe Dosis von Ammoniak würde man oft schon am stechenden Geruch der Zigaretten bemerken.

Mangelnde Hygiene

Ein weiteres Risiko ist die mangelnde Hygiene. Wenn etwa der Tabak bei der illegalen Weiterverarbeitung versehentlich auf den Boden gelangt, wird dieser oft zusammengekehrt und gemeinsam mit dem Staub wieder in die Produktion aufgenommen, sagte Pepek.

Bei einer Schmuggelware, die in Höhlen in Asien hergestellt worden war, gelangte auf diesen Weg sogar Rattenkot in die Zigarette. Bei regulären Zigaretten wird zudem peinlich darauf geachtet, dass die angegebenen Grenzwerte auch tatsächlich eingehalten werden, so die Pressesprecherin.(APA)

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