Festplatte gestohlen: 80 Prozent aller aktiven US- ­Militär­angehörigen betroffen

19. Juni 2006, 08:33
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Größter Daten­verlust - Namen, Geburts­daten und Sozial­versicherungs­nummern verloren - Sicherheits­experten in Sorge

Der Verlust einer Festplatte sorgt für große Sorge bei der US-Armee. So wurde ein Dienstlaptop samt externer Festplatte aus dem Haus eines Angestellten des Ministeriums für Kriegsveteranen (Department of Veteran Affairs, VA) gestohlen, die Konsequenzen werden aber erst langsam klar.

80 Prozent aller aktiven Militär­angehörigen

So dachte man zuerst, dass die Festplatte Daten von Veteranen der US-Armee enthielt, erst langsam wird die Tragweite des Verlusts bekannt. Laut "Washington Post" sind 1,1 Millionen Soldaten, 430.000 Angehörige der Nationalgarde und 645.00 Reservisten vom Datendiebstahl betroffen. Damit sollen etwa 80 Prozent aller aktiven Militärangehörigen betroffen sein, Daten wie Namen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern sind abhanden gekommen.

Datenverlust

Ein Datenverlust dieser Größe sei noch nie da gewesen, zitiert die Washington Post Vertreter des Verteidigungsministerium, auch für Pentagon-Sprecher Bryan Whitman handelt es sich bei dem Verlust "um den größten, den ich kenne".

Sicherheitsexperten in Sorge

Sicherheitsexperten des Zentrums für strategische und internationale Studien in Washington (CSIS) geben sich laut Washington Post besorgt. Ihnen zu folge soll es mit Hilfe der Daten möglich sein herauszufinden, wo Mitarbeiter des US-Militärs leben. Ausländische Regierungen und Geheimdienste könnten daher an den Daten interessiert sein, es gebe einen Schwarzmarkt für Informationen dieser Art.

Verschwunden

Derzeit ist völlig unklar, wo sich die Festplatte mit den brisanten Informationen bfinden könnte. Es handelt sich dabei um einen Hewlett-Packard zv5360us Laptop und einer HP External Personal Media Drive Festplatte. Die Polizei hat bereits eine 50.000 US-Dollar Belohnung ausgeschrieben, der für den Verlust verantwortliche Mitarbeiter wurde entlassen. (kk)

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    Experten sorgen sich um die Sicherheit der US-Armee- Angehörigen. Veteranengruppen klagen die Regierung bereits auf Entschädigung.

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