Floprate bei Produkt-Neuheiten steigt

20. Juni 2006, 19:50
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60 Prozent der Inno­vationen in Österreich und Deutschland scheitern am Konzept und bereits im ersten Jahr, eine Studie spricht von "vermeidbarer Milliarden-Verschwendung"

Wien - In den letzten 25 Jahren ist die Floprate bei neuen Verbraucherprodukten des täglichen Bedarfs auf 70 Prozent gestiegen und ist damit so hoch wie nie - das hat eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Fessel-GfK ergeben. Die Analyse von 114 Innovationen aus verschiedenen Warenkörben in Österreich und Deutschland zwischen 2003 und 2005 habe ergeben, dass 60 Prozent dieser Produkte bereits im 1. Jahr am schlechten Konzept scheitern, heißt es in der Studie.

Als wichtigste Gründe für diese "Milliarden-Verschwendung" werden mangelnde Anpassung an neue Strukturen (Einkommen, Konsumverhalten, Mediennutzung), zu wenig Orientierung am Kundennutzen und ein nicht stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis genannt. 53 Prozent der neu auf den Markt gebrachten FMCG (Fast Moving Consumer Goods) fehlt es demnach an wirklich neuartigem relevanten Kundennutzen, 50 Prozent werden zu teuer verkauft.

Nur 27 Prozent der Innovationen sind wirkliche "Runner", also Produkte, die innerhalb von zwölf Monaten mindestens fünf Prozent Erstkäufer der Warengruppe und 30 Prozent Wiederholungskäufer erreichen. (APA)

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    Zwiebelspender von Heinrich Plewnia aus Deutschland.

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