TU Graz und Wiener FH bei Fußball-WM der Roboter

16. Juni 2006, 16:27
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Robocup Mitte Juni in Bremen: Autonome Roboter erledigen Aufgaben ohne Eingriff von außen

Graz - Fußball bietet eine ideale Spielwiese für Forschungen zu autonomen Robotern. Wissenschafter entwickeln beim "Training" mit den maschinellen Spielern etwa Service-Roboter, die für den Menschen gefährliche Arbeiten übernehmen sollen. "Mostly Harmless", das Roboter-Team der TU Graz, reist kommendes Wochenende zur Fußball-WM der Roboter nach Deutschland: Der "RoboCup 2006" findet parallel zum internationalen Bewerb der Zweibeiner von 14. bis 18. Juni 2006 in Bremen statt. Aber auch die "Vienna Cubes", die erfolgreiche Fußballroboter-Mannschaft der Fachhochschule Technikum Wien, werden daran teilnehmen. Die Vize-Europameister aus 2005 treten in der "Small Size League" an.

Es gelten die Regeln des internationalen Fußballverbands, wenn kommende Woche das Fußballfieber auch die Welt der Wissenschaft erfasst: Rund 350 Teams aus 40 Nationen treffen sich zum bedeutendsten Robotik-Ereignis der Welt, um sich im Spiel um den Sieg spannende Ballwechsel zu liefern. "Der RoboCup verbindet sportlichen Wettbewerb und wissenschaftliche Leistung ideal", erläutert TU Graz-Teamleiter Gerald Steinbauer, seit Jahresbeginn im Austrian National Committee zuständig für alle Robocup-Aktivitäten in Österreich. Gemeinsam mit einem zwanzigköpfigen Studierendenteam betreut er die "Mostly Harmless"-Robotermannschaft der TU Graz, die in diesem Jahr in einem staatenübergreifenden Team gemeinsam mit Robotern der RWTH Aachen antritt.

Liga

"Mostly Harmless" startet in der "Middle Size League", die wegen der hohen geforderten Autonomie der Roboter als Königsdisziplin bezeichnet wird: Autonome Roboter müssen dabei alle Aufgaben ohne Eingriff von außen erledigen und auch unvorhergesehene Schwierigkeiten selbstständig beheben.

"Um die Forschungsbereiche 'Künstliche Intelligenz' und 'Autonome mobile Roboter' optimal abdecken zu können, haben wir Informatiker, Telematiker, Elektrotechniker und Maschinenbauer im Team", verdeutlicht Steinbauer den interdisziplinären Charakter des Einsatzgebietes. Jeder Roboter muss in der Lage sein, Objekte wie andere Spieler oder das Fußballtor zu erkennen, sich innerhalb des Spielfelds korrekt zu bewegen und den Ball abzuspielen. (APA/red)

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    Roboter im Wettstreit - Archivbild vom Robocup 2005 in Osaka, Japan

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