Vulkane haben Sollbruchlinie

7. Juni 2006, 20:00
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Studie: Üppigere Vegetation entlang der späteren Eruptionsspalten bis zwei Jahre vor Ausbruch sichtbar

London - Vulkane haben einer US-Untersuchung zufolge oft eine Art "Sollbruchlinie" entlang ihrer Flanken - und zwar genau dort, wo es besonders grün und üppig wächst. Nicolas Houlie und sein Team von der Universität von Kalifornien in Berkeley studierten dazu Satellitenbilder der Vulkane Ätna (Sizilien) und Nyiragongo (Republik Kongo) vor und nach Ausbrüchen, berichtet das britische Fachblatt "New Scientist".

Auf diesen Bildern war deutlich zu sehen, dass entlang der späteren Eruptionsspalten wesentlich üppigere Sträucher und höhere Bäume wuchsen. Diese Veränderungen seien bereits bis zu zwei Jahre vor dem Ausbruch sichtbar gewesen, schreiben die Forscher in der kommenden Ausgabe der "Earth And Planetary Science Letters".

Gründe dafür könnten sein, dass sich in den beginnenden Rissen mehr Wasser ansammle und mehr Kohlendioxid aus dem Erdinnern dringe, hieß es. "Ich war sehr erfreut über die Studie, denn diese Technik könnte bei vielen Vulkanen hilfreich sein", sagte der Göttinger Vulkanologe Agust Gudmundsson dem "New Scientist". Denn zu wissen, welchen Weg die Lava wahrscheinlich fließen werde, helfe den Evakuierungsplänen. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Archivbild eines Ätna-Ausbruchs

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