ÖAAB-Amon kritisiert "Doppelbödigkeit"

13. Juni 2006, 15:40
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BZÖ-Walch: Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen - VP-Schöls: Bawag nicht nur Opfer

Wien - Kritik an den Aussagen des Vorsitzenden der Druckergewerkschaft, Franz Bittner, zum Verkauf der BAWAG kommt am Mittwoch vom ÖAAB. ÖAAB-Generalsekretär VP-Abgeordneter Werner Amon kann nicht nachvollziehen, warum laut Bittner ein möglicher ausländischer Käufer der BAWAG Arbeitsplätze besser sichern könne als ein inländischer.

SP-Spitzengewerkschafter wie Bittner würden dem Abverkauf von Familiensilber das Wort reden, während andere SPÖ-Politiker der Bundesregierung ständig unterstellten, österreichische Betriebe an ausländische Investoren zu verkaufen, was nicht der Fall sei, so Amon am Mittwoch in einer Aussendung. Die "Doppelbödigkeit" der SPÖ sowie der SPÖ-Gewerkschafter habe einen neuen Höhepunkt erreicht. "Es bleibt zu hoffen, dass hier nicht jene das sagen haben, die auch schon den Verkauf der BA-CA abgewickelt haben, denn auch von dieser Bank ist gerade einmal noch ein Prozent in österreichischem Besitz", so Amon.

Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen

BZÖ-Sozialsprecher Max Walch fordert die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer sei als Eigentümervertreter aufgefordert, sämtliche Ungereimtheiten wie Zahlungen von Penthouse-Einrichtungen an Ex-ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch, sowie an die Ex-BAWAG-Generaldirektoren Elsner und Flöttl zu untersuchen und gegebenenfalls zurück zu fordern. Weiters solle untersucht werden, ob nicht auch AK-Präsident Herbert Tumpel und Ex-ÖGB-Finanzchef Günther Weninger Zuwendungen für ihre Privatwohnungen von Seiten der Gewerkschaftsbank bekommen hätten, so Walch in einer Aussendung.

Der VP-Abgeordnete Alfred Schöls, Vorsitzender der NÖ Christgewerkschafter, meint, dass nach dem Milliardenvergleich in den USA jetzt nicht die Vergangenheit "vergessen" werden dürfe. "Es ist inzwischen erwiesen, dass die BAWAG sicher nicht nur Opfer war", so Schöls. Er fordert in einer Aussendung die nunmehrigen "BAWAG-Eingeständnisse im US-Vergleichsdokument" auch in Österreich gerichtlich aufzuarbeiten. (APA)

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