Polizei zieht positive Bilanz nach verstärkter Präsenz in Öffis

20. Juli 2006, 17:34
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In einer Woche 290 Kontrollen, 48 Anzeigen und mehrere Festnahmen - Bettlerbanden ausgeforscht

Wien - Nach einer Woche verstärkter Überwachung in Wiener öffentlichen Verkehrsmitteln zog die Polizei am Mittwoch positive Bilanz. "Wir freuen uns, weil wir nicht nur zählbare Erfolge haben, sondern uns die Leute auch anrufen und sich für die Präsenz in den Linien bedanken", sagte Generalmajor Karl Mahrer, stellvertretender Landespolizeikommandant, zur APA. Insgesamt wurden 290 Personen kontrolliert, 48 Anzeigen verhängt und mehrere Personen festgenommen. Generell sei die Sicherheitslage aber "durchaus beruhigend", so Mahrer.

Bis zu 60 Polizeibeamte patroullierten täglich

Seit 29. Mai patrouillierten täglich bis zu 60 Polizeibeamte in Zivil und Uniform vor allem im Wiener U-Bahnnetz. Ihre Arbeit konzentrierte sich unter anderem auf das Aufspüren aggressiver Bettlerbanden. Bei Befragungen kamen Kriminalisten auf die Spur von drei Wiener Wohnung, in denen Personen gemeldet waren, die in punkto organisiertes Betteln einschlägig bekannt waren, so der Ermittler. Über neun Verdächtige, die am Dienstagabend bei Kontrollen in Favoriten, Hernals und Leopoldstadt festgenommen wurden, verhängte die Polizei Schubhaft.

Auch im Suchtgiftmilieu waren die Beamten erfolgreich. Ein Drogendealer konnte am Dienstag festgenommen werden, einen weiteren forschten die Polizisten aus nachdem sie Hinweisen eines Süchtigen nachgegangen waren. Durch ihre Präsenz an Ort und Stelle gehe auch die Verständigung der Polizei schneller. In der U-Bahnlinie U6 konnten Beamte am Dienstag etwa eine Rauferei verhindern und "die Lage beruhigen", teilte Mahrer mit.

Langfristiger Schwerpunkt

Die Anwesenheit von Kriminalisten würde vielen Fahrgästen ein Gefühl von Sicherheit geben, meinte der Generalmajor. Die verstärkte Überwachung der öffentlichen Verkehrsmittel werde beibehalten und sei ein langfristiger Schwerpunkt der Wiener Polizei. Neu sei auch, dass Ergebnisse von Ermittlungen mehrerer Fachabteilungen der Wiener Polizei zusammengeführt werden und das Landespolizeikommando Wien daraufhin die Einsätze koordiniert, erklärte Mahrer. (APA)

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