Business-Class vor Rundum-Erneuerung

12. Juni 2006, 11:48
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Die heimische Airline investiert ab dem heurigen Sommer 40 Millionen Euro in komfortablere Sessel und Internetzugang für Geschäftsreisende bei Langstreckenflügen

Wien - Die börsenotierte Austrian Airlines Gruppe (AUA) will mehr Geschäftsreisende an Bord holen. Ab Sommer dieses Jahres soll die AUA-Langstreckenflotte schrittweise mit neuen, komfortableren Business Class-Sesseln und drahtlosem Internet-Zugang aufgerüstet werden. Die Investition von 40 Millionen Euro soll ab 2007 mindestens 30.000 zusätzliche Business Class-Passagiere bringen, teilte die AUA heute, Mittwoch, mit.

Ab Sommer 2006 werden die AUA-Langstreckenjets Boeing 777 und 767 schrittweise umgestaltet, hieß es. Damit solle das Sitzplatzangebot der Business Class-Sitze von derzeit 13,6 Prozent auf 17,7 Prozent gesteigert werden. Auf Flügen Richtung Asien und Australien werden 49 Schlaf-Fauteuils zur Verfügung stehen, für die restlichen Langstrecken-Destinationen seien 36 Business Class-Plätze eingeplant.

Nutzung für Economy-Class gegen Aufzahlung

Die neuen Business Class-Sessel bieten mehr Schlafkomfort, Laptop-Anschluss, spezielle Kopfhörer mit Nebengeräusch-Dämmung und einen 10,4 Zoll großen Bildschirm. Zusätzlich wird in den Flugzeugen drahtloses Internet installiert, das auch von Economy Class-Passagieren gegen Bezahlung genutzt werden kann.

Eingesetzt wird die erneuerte Business Class auf Langstreckenflügen nach Asien, in die USA, Australien und in die Karibik. AUA-Vorstand Josef Burger rechnet noch 2006 mit einem Plus von 19.000 Fluggästen, in den Folgejahren soll es "zumindest 30.000 zusätzliche Business Class-Passagiere" bringen. Mit der Ausweitung der Business Class will die AUA jährlich um bis zu 15 Millionen Euro mehr einnehmen.

Laut AUA-Angaben flogen 2005 rund 13 Prozent der Passagiere mit einem Business Class-Ticket. Sie steuerten knapp ein Drittel der Erträge bei. Vorstandsvorsitzender Alfred Ötsch will die AUA-Business Class auf Interkontinentalflügen "als eine der weltweit besten positionieren", so die Aussendung. (APA)

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    foto: standard/andy urban
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