Zertifikate: UBS-Europa Rolling Flex Pro Discount-Zertifikat

26. Juni 2006, 08:39
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Volatilitätsanstieg verleiht Rolling-Discounts neue Attraktivität - Von Walter Kozubek

Gerade in Zeiten schwindender Börseneuphorie könnten jene Zertifikate wieder in den Anlegerfokus rücken, die in den vergangenen Jahren auf Grund ihrer Konstruktion gegenüber den boomenden Aktienmärkten eine deutliche Underperformance aufwiesen: die Rolling Discountzertifikate.

Seit UBS vor dreieinhalb Jahren das erste Rolling-Discountzertifikat auf den DJ-EuroStoxx50-Index auf den Markt gebracht hatte, konnte kein namhafter Emittent mehr darauf verzichten, Rolling-Discounts in sein Angebot aufzunehmen.

Bekanntlich steigt die Attraktivität der Rolling-Discountzertifikate mit zunehmender Volatilität, da der Wert der monatlich geschriebenen Calls um so höher ist, je höher die Volatilität ist.

Mit den Flex-Discountzertifikaten konnte man aber auch bereits in den vergangenen Jahren zufrieden stellende Renditen erzielen. Das UBS-Europa Rolling Flex Pro Discount-Zertifikat erwirtschaftete seit seiner Emission am 3.6.03 eine Rendite von 38,74%. Derzeit wird das Zertifikat mit ISIN: DE0007230229 mit 139,71 – 140,55 Euro gehandelt. Im selben Zeitraum legte der DJ-EuroStoxx50-Index um etwa 50% zu. Die Underperformance hält sich unter dem Aspekt, dass Rolling-Discount-Strukturen in steigenden Märkten ihre wahren Stärken nicht voll entfalten können, in akzeptablen Grenzen.

Beim UBS-Europa Rolling Flex Pro Discount-Zertifikat richtet sich die Auswahl des monatlichen Höchstbetrages (Cap) am Verhältnis des Indexstandes zur 40- und der 200-Tageslinie. Befindet sich der Indexstand oberhalb beider Linien, dann wird der Höchstpreis offensiv bei 103% des aktuellen Indexstandes gewählt. Befindet sich der Kurs des Euro-Index zwischen den beiden Linien, dann wird der Cap bei neutralen 100% angesetzt. Bei Indexständen unterhalb beider Moving Averages wird der Cap bei konservativen 97% angesetzt.

Durch diese Auswahl der Caps soll gewährleistet werden, dass man in freundlichen Marktphasen besser an Kursanstiegen partizipieren kann und dass in eher nachgebenden Marktphasen ein erhöhtes Augenmerk auf Sicherheit gelegt wird.

Fazit: Mit dem Anstieg der Volatilität, der noch einige Zeit anhalten könnte, wird die Outperformancechance von Rolling-Discountzertifikaten gegenüber direkten Indexinvestments wieder anwachsen. In der Vergangenheit konnte man mit der Entwicklung der Flex-Discounts ohnehin zufrieden sein, da die Wertsteigerung auf Grund der geringeren Schwankungsbreite der Rolling-Discounts mit geringerem Risiko zu Stande kam, als jene der Basisindizes.

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