Der Trainer-Sohn zog ab

15. Juni 2006, 12:05
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Dusan Petkovic verließ nach heftiger Kritik den Kader von Serbien-Montenegro - Schalke-Legionär Krstajic: "Nach Serbien zurückgeflogen"

Billerbeck/Westfalen - Ohne den nachnominierten Trainer-Sohn Dusan Petkovic, aber mit den WM-Hoffnungen zweier Nationen im Gepäck ist das Fußball-Nationalteam von Serbien-Montenegro am Dienstag in Deutschland eingetroffen. Drei Tage nach der Unabhängigkeitserklärung Montenegros bezog das "Zwei-Länder-Team" sein WM-Quartier in der westfälischen Stadt Billerbeck. Dort hatte Chefcoach Ilija Petkovic für den Abend das erste Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit angesetzt.

Den Grund für das abrupte WM-Aus des Trainer-Sohnes, der für den verletzten Mirko Vucinic ins WM-Aufgebot gerückt war und auch am Trainingslager in Kärnten teilgenommen hatte, wollte die serbische Delegation zunächst nicht nennen. "Er ist heute Früh zurück nach Serbien geflogen", bestätigte Mladen Krstajic vom deutschen Bundesligisten FC Schalke der dpa.

"Viele Dinge waren gegen ihn"

Ein Verbandsprecher sagte später: "Viele Dinge waren gegen ihn, er wollte keine Probleme bereiten, weder dem Coach noch anderen Spielern." In den vergangenen Tagen war die Nominiertung Dusan Petkovics scharf kritisiert worden. Serbische Medien hatten die Familienangelegenheit als Vetternwirtschaft, "Skandal" und "Eigentor" bezeichnet.

Krstajics Blick war unterdessen bereits auf den WM-Auftakt gegen die Niederlande am Sonntag in Leipzig gerichtet. "Wir hatten eine Top-Vorbereitung und alle sind verletzungsfrei. Wir wollen das erste Spiel auf keinen Fall verlieren", sagte Krstajic. In der Gruppe C trifft Serbien-Montenegro noch auf Argentinien und die Elfenbeinküste. Bei der Weltmeisterschaft gibt die Petkovic-Elf ihre Abschiedsvorstellung, da sich der serbische und der montenegrinische Fußball-Verband nach dem Turnier in Deutschland werden.(APA/dpa/Reuters)

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    Dusan Petkovic im Training.

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