Kärnten ist für Mobilfunker One weiterhin ein schwieriges Feld

2. Juli 2006, 18:16
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Viel Geld in Netzausbau gesteckt - Marktanteil unter Österreich-Schnitt - Verkaufsgerüchte rund um One

Für den drittgrößten österreichischen Handybetreiber One ist das südlichste Bundesland weiterhin ein schwieriges Feld. Im vergangenen Jahr wurden mehr als acht Mio. Euro in Kärnten investiert, der Marktanteil liegt mit 16 Prozent (2004: 15 Prozent) aber immer noch unter dem Österreich-Schnitt, trotz einer speziellen Kärnten-Kampagne im vergangenen Jahr. Marketingchef Michael Fried ist trotzdem zufrieden, wie er am Dienstag vor Journalisten erklärte.

Flächendeckendes Mobilfunknetz

Man habe nun ein flächendeckendes Mobilfunknetz, so Fried, die Abdeckung betrage 99 Prozent (der Bevölkerung, Anm.). Zu der im Vorjahr gestarteten Offensive im Süden meinte er: "Angesichts des wettbewerbsintensiven Umfelds und des enormen Preisdrucks am Markt können wir eine positive Bilanz ziehen." Deutlich gesteigert wurde jedenfalls die Zahl der Firmenkunden, sie machen in Kärnten 23 Prozent der One-Kunden aus. Da es sich teilweise um große Betriebe handelt, hofft Fried, dass dies auch zusätzliche Privatkunden anlocken könnte.

Künftig

In naher Zukunft rechnet der Handybetreiber damit, dass Leistung wieder ein stärkeres Argument beim Konsumenten darstellen wird als der Preis allein. "Nur vier Prozent kaufen ausschließlich das billigste Angebot, immerhin 45 Prozent sehen Qualität und Leistung im Vordergrund und sind bereit, dafür auch etwas mehr zu bezahlen", zitierte Fried aus einer Studie des Marktforschungsinstitutes Integral. Trotzdem reagiert man auch auf den Preisdruck, der vor allem von tele.ring ausgehe. Der Marketingchef kündigte ein "attraktives Produkt" seines Unternehmens an, das in Kürze präsentiert werden soll. Details wollte er aber vorerst nicht bekannt geben.

Verkauf von One?

Der Mehrheitseigentümer von One, der deutsche Energieriese E.ON, wollte heute auf APA-Anfrage neue Spekulationen zu einem möglichen Verkauf von One nicht kommentieren. E.ON bekräftigte einmal mehr, dass man einem Verkauf aufgeschlossen sei, es müssten aber Gelegenheit und Rahmenbedingungen passen. One gehört zu 50,1 Prozent E.ON, den Rest halten ausländische Mobilfunker (norwegische Telenor, französische Orange und dänische TDC).(APA)

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