max.mobil bietet High-Speed Datenübertragung im Festnetz an

7. Juni 2000, 16:49

Eigenes ATM-Glasfasernetz in Wien

Der österreichische Mobilfunk- und Festnetzbetreiber max.mobil bietet seinen Geschäftskunden nun auch Lösungen für leitungsgebundene Datendienste an. Konkret stehen vier Produktpakete zur Verfügung: ATM (asynchronous transfer mode), Internet-Zugang, Mietleitungen und Frame Relay, heißt es in einer Presseinformation vom Mittwoch. Das Angebot startet im Stadtbereich Wien und werde in Kürze auf die Ballungsräume Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt ausgedehnt. Ein Internet-Zugang ist in all diesen Zentren sofort möglich.

Die Grundlage für die neuen Dienste bildet ein eigenes ATM-Netz auf Glasfaserbasis in Wien, das mit der Wien Kanal Abwassertechnologien GmbH im Wiener Kanalnetz errichtet wurde. Die ATM-Plattform sei genauso konzipiert wie jene der Mutter Deutsche Telekom AG (DT) und ermögliche grenzüberschreitende Produkte. Diese paneuropäische Daten-Achse verbinde Österreich durch das internationale Netzwerk der DT über Deutschland mit anderen europäischen Ländern und Wirtschaftszentren.

Zielgruppe sind Unternehmen

Die Zielkunden sind Unternehmen, Behörden und Institutionen, die ein überdurchschnittlich hohes Datenaufkommen haben, sowie Unternehmen der so genannten New Economy, wie z.B. Internet-Service-Provider, Online-Medien usw. Jene rund 3.000 Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern, von denen etwa ein Drittel in Wien stationiert ist, kämen in Frage.

Im Bereich Datendienste trete max.mobil nun als Full-Service-Provider auf, die Kunden werden von der Beratung über die Projektierung maßgeschneiderter Lösungen bis zum Service und Management des Netzes betreut, erläutern die max.mobil-Geschäftsführer Georg Pölzl und Friedrich Radinger. Zudem erhalte der Kunde Mobilfunk-, Festnetz- und Datendienste aus einer Hand und auf einer Rechnung abgerechnet.

Den Datendienste-Markt in Österreich beziffert max.mobil mit vier Mrd. S (291 Mill. Euro), bis 2005 sei mit einem Anstieg auf 6,5 Mrd. S zu rechnen. max.mobil will sich davon 15 Prozent Anteil sichern und im Bereich Datenverkehr nach Deutschland mittelfristig die Marktführerschaft übernehmen. Weltweit bewegten Datendienste ein Volumen von rund 9,3 Mrd. US-Dollar (10,40 Mrd. Euro/143,1 Mrd. S). Experten erwarten, dass der Datendienste-Markt jährlich um rund 25 Prozent wachsen und 2002 ein Volumen von 17,9 Mrd. Dollar haben werde.

ATM-Netz wird mit UMTS verbunden

max.mobil sieht die Investition in das eigene ATM-Netz zudem unter dem Blickwinkel der künftigen Verknüpfung von Datendienst-Technologie mit den Zukunftstechnologien im Mobilfunk GPRS (General Packed Radio System) und UTMS (Universal Mobile Telecommunicatios System). Pölzl: "Unser UMTS-Netz wird mit unserem ATM-Backbone vernetzt. Mit dem ATM-Netz haben wir gleichzeitig Know How aufgebaut für die dritte Generation der Mobilfunktechnologie."

Über einen ATM-Anschluss - von 2 Mbit je Sekunde bis 155 Mbit - lassen sich unterschiedliche Datenformate (Sprache, Daten und Video) mit Geschwindigkeiten versenden, die mit keiner anderen standardmäßig verfügbaren Technologie realisiert werden können, heißt es abschließend. (APA)

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