Beten gegen das Böse am 6.6.06

6. Juni 2006, 14:59
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Behörden verstärken Sicherheit, Kirchen warnen vor satanistischem Aberglauben

Bukarest/Moskau - Aus Furcht vor Aktionen von Satanisten am 6.6.06 haben die Behörden in Rumänien am Dienstag die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. "Wegen der Bedeutung, die das Datum für einige haben könnte, haben wir beschlossen, die Zahl der Friedhofswärter in Bukarest zu verdoppeln", erklärte der Direktor der rumänischen Friedhofsverwaltung, George Georgescu.

In der Vergangenheit seien bei nächtlichen satanistischen Zeremonien auf Friedhöfen Dutzende von Kreuzen umgedreht worden. Das Datum des 6. Juni 2006 erinnert mit der dreifach vorkommenden Ziffer sechs an die Zahl des Antichristen in der Offenbarung des Johannes.

"Geradewegs in die Sünde"

In Moskau richtete sich die Orthodoxe Kirche am Dienstag mit Warnungen vor satanistischem Aberglauben an das Volk. In einer Ansprache im russischen Fernsehen warnte der für Außenbeziehungen zuständige Würdenträger, der Kosmopolit Kirill, der Glaube an die "666" führe die Menschen nicht zur Erlösung, sondern geradewegs in die Sünde.

In den Niederlanden hatte eine protestantisch-evangelikale Organisation bereits am Montag Christen dazu aufgerufen, 24 Stunden lang gegen das Böse anzubeten, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Nach Angaben ihrer Internetseite wollten die Anhänger von "Ambassadors Ministries International" mit ihrem Gebet die Welt vor den teuflischen Plänen von "Satanisten, Freimaurern, New-Age-Anhängern, Hexern" und anderen am 6. Juni schützen. (APA/AFP)

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