Späte Vaterschaft kann bei den Nachkommen zu Zwergenwuchs führen

13. Juni 2006, 13:55
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Nicht nur späte Mutterschaft birgt genetische Risiken - Untersuchung an 97 Männern deutet auf Genmutationen beim Sperma hin

Washington - Auch die Qualität des männlichen Samens leidet unter dem Alter. Eine Untersuchung von US-Forschern räumt jetzt mit dem Mythos auf, dass nur die späte Mutterschaft genetische Risiken für den Nachwuchs birgt. Männer gehen mit einer Vaterschaft im fortgeschrittenen Alter ebenfalls die Gefahr ein, ein Kind mit einer Erbkrankheit zu zeugen.

Das berichtet das Team um Andrew Wyrobek vom Lawrence Livermore National Laboratory in kalifornischen Livermore in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) vom Dienstag.

Gestörten Knorpelbildung

Am häufigsten fanden die Forscher in dem Sperma älterer Männer eine Genmutation, die zu Achondroplasie, einer gestörten Knorpelbildung, und damit zu Zwergenwuchs führt. Das Ergebnis basiert auf einer Samen-Untersuchung von 97 gesunden, nicht rauchenden Männern im Alter von 22 bis 80 Jahren. (USA/dpa)

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