Umfrage: Unternehmenskommunikation boomt

19. Juli 2006, 14:15
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ViKOM: 80 Prozent der Befragten verzeichneten in den letzten drei Jahren ein Mehr an Arbeit

Österreichs UnternehmenskommunikatorInnen haben mehr zu tun als je zuvor. So hat eine vom Verband für integrierte Kommunikation (ViKOM) durchgeführte Umfrage unter seinen Mitgliedern ergeben, dass über 80 Prozent der Befragten in den vergangenen drei Jahren ein deutliches Mehr an Arbeit verzeichneten. Mehr Kapazitäten gibt es deswegen aber nicht unbedingt, stattdessen wird eher an externe Partner ausgelagert.

Hochkonjunktur

Österreichs UnternehmenskommunikatorInnen haben Hochkonjunktur, so das Ergebnis der aktuellen ViKOM-Meinungsforschung unter den heimischen KommunikationsexpertInnen in Unternehmen, Organisationen und Agenturen.

Zusätzlich zu den klassischen Disziplinen wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der internen Kommunikation runden mittlerweile Verantwortlichkeiten für den Webauftritt oder das Event-Management den Aufgabenbereich ab. Und auch strategische Themen wie Public Affairs-Management, Corporate Social Responsibility-Aktivitäten sowie internes und externes Lobbying stehen immer öfter auf der Agenda.

Für interne und externe Kommunikation verantwortlich

Der weitaus größte Teil der Befragten – nämlich 87 Prozent - ist sowohl für die externe als auch die interne Kommunikation zuständig, das bedeutet im Vergleichszeitraum ein Plus von etwa neun Prozent. 36 % sind dabei auch gleichzeitig für Marketing/Werbung verantwortlich, was zwar ein Ansteigen um knapp 40 % seit der letzten Umfrage darstellt; im Sinne der integrierten Kommunikation ist dies aber noch immer nicht zufrieden stellend.

Was den Stellenwert der Kommunikation anbelange, gibt es einen klaren Aufwärtstrend. Drei Viertel der Befragten bestätigen dies, was sich nicht zuletzt auch in der Unternehmenshierarchie widerspiegelt. 45 Prozent der Befragten befinden sich in der ersten, 15 Prozent in der zweiten Managementebene.

Der Umstand, dass die internen Ressourcen nicht im gleichen Ausmaß wie die Aufgaben zunehmen, erklärt den verstärkten Trend zum Outsourcing, das im Dreijahresvergleich um knapp 30 Prozent zugelegt hat. Fast zwei Drittel der Befragten lagern mittlerweile bis zu einem Viertel ihrer Arbeit an externe Partner aus. (red)

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