Für ÖVP positiv zu beurteilen

6. Juni 2006, 13:05
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Amon: Mit der Vergleichssumme hätten ÖGB-Mitglieder fünf Jahre keine Mitgliedsbeiträge bezahlen müssen

Wien - Aus Sicht der Volkspartei ist der Vergleich zwischen der BAWAG und den Amerikanern "positiv zu beurteilen", erklärte ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon am Dienstag gegenüber der APA. Damit sei die notwendige Rechtssicherheit gegeben, um den BAWAG-Verkauf über die Bühne zu bringen. "Insgesamt wird die Bank wieder in ein ruhigeres Fahrwasser kommen."

Zu den Kosten des Vergleichs - in Summe rund eine Milliarde Euro - merkte Amon an, "damit hätten sich die ÖGB-Mitglieder fünf Jahre lang ihre Mitgliedsbeiträge ersparen können". Offen aus Sicht der ÖVP ist laut Amon nach wie vor die Rolle von AK-Präsident Herbert Tumpel, der bis April 1997 Aufsichtsratsvorsitzender der BAWAG war. Die Argumentation Tumpels, wonach während seiner Zeit die Karabik-Geschäfte unter strengen Auflagen wieder aufgenommen worden seien, lässt Amon nicht gelten. Seiner Meinung nach hat Wolfgang Flöttl jun. noch während des Vorsitzes Tumpels zwei Mal die Vorgaben der Bank gebrochen. Einmal hätte er sich nicht an das vorgegebene Limit gehalten und einmal Gelder anders veranlagt als vereinbart.

Offensichtlich sei der BAWAG-Aufsichtsrat darüber nicht informiert worden, was für Amon eine Vernachlässigung der Kontrollpflicht des Aufsichtsratsvorsitzenden Tumpel bedeutet. (APA)

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