Opfer der "österreischischen" LoveLetter-Variante können Schadenersatz fordern

7. Juni 2000, 15:20

Wer durch den modifizierten Virus Schäden hatte, soll sich beim Innenministerium melden

Nach der erfolgreichen Ausforschung und Festnahme eines 28jährigen Niederösterreichers durch Beamte des Innenministeriums ist es Betroffenen nun erstmals möglich, Schäden, die durch das vom Festgenommenen modifizierte Virus verursacht wurden, zu melden - und somit erstmals auch Schadenersatz geltend zu machen.

Gilt nur für die "österreischische" LoveLetter-Variante

Dies gilt für alle Unternehmen und Privatpersonen, die von dieser speziellen Variante des LoveLetter-Virus (namens: VBS.LoveLetter.X oder VBS.LoveLetter.Variant) betroffen waren. Sie wird sowohl von den virus utilities der IKARUS Software als auch den anderen aktuellen und gängigen Virenscannern gefunden.

Sicherheit, ob man von dem "österreichischen" LoveLetter-Ableger infiziert wurde, verschafft ein genauerer Blick auf das Virus:

Subjekt: "NEUE ANTI-VIRUS-LISTE"
Attachment: "ANTI-VIRUS-LISTE.TXT.vbs"
Message: Hiermit senden wir Ihnen/Dir eine neue Liste mit LOVE-LETTER-VIRUS Namen, die nicht geöffnet werden sollten, bitte sofort lesen, danke.

Der Absender könnte auf "ANTIVIRUS_GmbH@hotmail.com" bzw. "ANTIVIRUS_AG@hotmail.com" lauten, was aber nicht zwingend erforderlich ist. Das Virus wurde über diese Absender-Adresse nur in Umlauf gebracht. Nach der ersten Replikation, also nach der ersten erfolgreichen Infektion, nimmt das Virus die Absender-Adresse des infizierten Rechners an.

Schadensmeldungen über die Loveletter-Variante LOVELETTER.X also das ANTI-VIRUS-LISTE.TXT.vbs können direkt an das Bundesministerium für Inneres geschickt werden:

Bundesministerium für Inneres
Abteilung II/16 - ITB
Fax: ++ 43 1 531 26 4329
E-Mail: ccu@bmi.gv.at

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