Werbeverstöße bei "Dancing Stars" vermutet

9. Oktober 2006, 14:15
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Teleshopping, mangelnde Trennung von Werbung und Programm, Printmedienwerbung

Die Medienbehörde KommAustria hat beim unlängst zu Ende gegangenen ORF-Quotenhit "Dancing Stars" gleich in mehreren Punkten Verstöße gegen die gesetzlichen Werberegeln geortet. Die Bilanz der Werbebeobachtung vom Mai wurde nun auf der Behördenhomepage veröffentlicht. Bei "Dancing Stars" vermutet die KommAustria eine Übertretung des Teleshopping-Verbots und der Beschränkungen für Printmedienwerbung sowie eine Missachtung des Trennungsgebots von Werbung und Programm.

Klare Kennzeichnung von Werbung vermisst

Basis dieses Befundes war eine Stichprobe am 5. Mai 2006. Eine klare Kennzeichnung von Werbung vermisste die Behörde auch im ORF-Radio Tirol am 7. Mai zwischen 10.00 und 12.00 Uhr (Programm: "Katholischer Gottesdienst, Frühschoppen"). Keine Gesetzesverletzungen vermutete die Medienbehörde hingegen nach Stichproben beim Privatradio Hit FM Burgenland und Blue Movie, einem Erotik-Angebot des Pay-TV-Anbieters Premiere.

Vorerst lediglich eine Vermutung

Der Befund der KommAustria stellt vorerst lediglich eine Vermutung dar. Die betroffenen Sender können nun dazu Stellung nehmen. Erst dann wird entschieden, ob Verfahren eingeleitet werden. Für den ORF ist dabei der Bundeskommunikationssenat (BKS) als Rechtsaufsichtsorgan zuständig, für die Privaten die Medienbehörde selbst. (APA)

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