Ex-Nokia-Chef: Mobilfunk-Geschäft vor großem Wandel

14. Juni 2006, 18:05
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Ollila sieht dadurch auch Herausforderungen für Radio und Fernsehen

Die Mobilfunk-Branche steuert nach Ansicht des langjährigen Nokia-Chefs Jorma Ollila angesichts des Wandels durch das Internet in eine ungewisse Zukunft. "Die Konvergenz wird zu vielen neuen Anwendungen wie Musik, E-Mail, Spiele in den Handys führen. Das wissen wir. Aber wir wissen noch nicht, wie das Geschäftsmodell später aussehen wird", sagte der nach 14 Jahren eben ausgeschiedene Ollila dem "Handelsblatt" (Dienstag-Ausgabe).

Der Herausforderung stellen

Nokia müsse sich der Herausforderung stellen und die Geschäftsfelder verbreitern, sagte Ollila. "Wir können uns nicht mehr ausschließlich auf mobile Kommunikation fixieren." Allerdings müsse der Konzern aufpassen, sich nicht zu weit von seinem eigentlichen Kernbereich wegzubewegen.

Neue Medienkooperationen

Vor großen Herausforderungen sieht Ollila angesichts dieser Entwicklung auch klassische Medien wie Fernsehen und Radio. Diese gerieten durch das Internet weiter unter Druck und müssten sich verstärkt nach Kooperationspartnern umschauen, um ihre Inhalte zu vertreiben. "Die traditionellen Sender, die an den bisherigen Vertriebsformen festhalten, werden ins Hintertreffen geraten", sagte Ollila.

Zukäufe und Kooperationen

Ollila, der Nokia zum weltgrößten Handy-Hersteller gemacht hatte, übernahm am 1. Juni den Vorsitz im Aufsichtsrat. Sein Nachfolger an der Konzernspitze, Olli-Pekka Kallasvuo, kündigte bereits an, das Unternehmen angesichts der neuen Herausforderungen möglicherweise auch mit Zukäufen und Kooperationen zu stärken.(APA/dpa)

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    Jorma Ollila gibt nun seine Sicht der Dinge in der Welt der modernen Kommunikation weiter - hier an den finnischen Premier Matti Vanhaneng.

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